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Selbstmord von L'Wren Scott: Mick Jagger ist vor Kummer wie gelähmt

Nach dem Tod seiner Freundin L'Wren Scott steht Mick Jagger noch immer unter Schock. Bandmitglieder beschreiben den Sänger als abwesend. Er könne vor Trauer kaum schlafen und sprechen.

Er ist kaum zu erkennen, zwischen all den Menschen und Autos. Er trägt ein schwarzes Basecap, eine schwarze Jacke und grüne Hosen, um den Hals hat er einen Schal gewickelt. Die Fotos sind unscharf, wohl aus extremer Entfernung geschossen. Doch der Mann, der aus der schwarzen Limousine steigt und Richtung Privatjet geht, ist Mick Jagger.

Vier Tage, nachdem seine Lebensgefährtin L'Wren Scott tot augefunden wurde, verlässt der 70-Jährige Australien. Dort war Jagger mit seiner Band, den Rolling Stones, am Sonntag gelandet. Sieben Konzerte standen im Rahmen der "14 on Fire" auf dem Programm. Sie wurden alle abgesagt, nachdem Jagger am Montagabend während eines Restaurantbesuchs von Scotts Tod erfuhr. Die 49-Jährige hat sich das Leben genommen, wie der inzwischen veröffentlichte Autopsiebericht bestätigt. Demnach hat sich Scott in ihrer New Yorker Wohnung erhängt.

Mit Jagger bestiegen auch Charlie Watts, Keith Richards und Ron Wood den Privatjet am Flughafen von Perth. Gegen 15 Uhr Ortszeit hob die Maschine ab. Erste Station soll Abu Dhabi sein, danach geht es wohl weiter in die USA. Es sind vor allem seine Bandkollegen, die Jagger jetzt beistehen. Alle drei veröffentlichten auf der Homepage der Rolling Stones persönliche Statements. "Niemand konnte so etwas kommen sehen. Mick war immer mein Seelenverwandter. Wir fühlen alle mit diesem Mann", schrieb etwa Keith Richards. "Natürlich sind wir alle geschockt. Aber in erster Linie denken wir jetzt daran, Mick in dieser furchtbaren Zeit zu unterstützen", ergänzte Charlie Watts. Und Ron Wood schrieb: "Das wichtigste ist jetzt, dass wir alle zusammenhalten, um Mick in dieser schweren Zeit zu unterstützen und zu helfen."

Mick Jagger selbst hatte einen Tag nach Scotts Tod auf seiner Facebookseite eine bewegende Liebeserklärung an seine verstorbene Freundin veröffentlicht. Darin bezeichnete er L'Wren Scott als seine "große Liebe und beste Freundin". Der Musiker und die Designerin waren seit 13 Jahren ein Paar. Jagger schrieb auch, dass er noch immer damit kämpfe zu vestehen, was passiert ist. Scotts Selbstmord hat ihn völlig aus der Bahn geworfen. "Es geht ihm nicht gut. Er ist die ganze Zeit abwesend. Es war so ein großer Schock für ihn", sagte Stones-Schlagzeuger Charlie Watts der "Daily Mail". Jaggers Kummer sei so groß, dass er kaum schlafen und sprechen könne. Die vergangenen Tage habe er abgeschottet, teils unter ärtzlicher Aufsicht, im Hotelzimmer verbracht. Neben den Bandmitgliedern hat nur seine Familie Kontakt zu Jagger, allen voran die Töchter Georgia May und Elizabeth.

Ob die Rolling Stones ihre Welttournee wie geplant fortführen werden, ist bislang nicht klar. Das nächste Konzert ist für den 7. Juni in den Niederlanden angesetzt. Anschließend sind zwei Konzerte in Deutschland geplant. Für die Auftritte in Berlin und Düsseldorf beginnt der Kartenverkauf heute.

jum