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Skandal im britischen Königshaus: Hatte Prinz Andrew eine 17-jährige Sexsklavin?

Eine Frau aus den USA erhebt schwere Vorwürfe gegen Prinz Andrew. In einem Prozess um Sex mit Minderjährigen hat sie angegeben, als 17-Jährige mehrfach zum Sex mit ihm gezwungen worden zu sein.

Der Buckingham-Palast hat den Verdacht zurückgewiesen,  der britische Prinzen Andrew sei in einen Sex-Skandal  verwickelt.

Der Buckingham-Palast hat den Verdacht zurückgewiesen,
der britische Prinzen Andrew sei in einen Sex-Skandal
verwickelt.

Der britische Prinz Andrew, 54, könnte in einen Sex-Skandal in den USA verwickelt sein. Einem Bericht des "Guardian" zufolge ist in Gerichtsakten zu einem Prozess um Sex mit Minderjährigen in Florida der Name von Prinz Charles' jüngerem Bruder aufgetaucht. Demnach gibt eine Frau an, als Minderjährige zwischen 1999 und 2002 zum Sex mit Prinz Andrew gezwungen worden zu sein, und zwar in London, New York und auf einer privaten Insel in der Karibik. In dem Prozess hatte die als "Jane Doe #3" genannte Klägerin erklärt, von dem reichen Geschäftsmann Jeffrey Epstein gezwungen worden zu sein, bei Orgien mit dem Herzog von York Sex zu haben. Laut der Klage von "Jane Doe #3" wies Epstein sie an, "dem Prinz zu geben, wonach er verlangte, und ihm die Einzelheiten dieses sexuellen Missbrauchs zu berichten".

Bei dem Prozess im US-Staat Florida geht es laut "Guardian" darum, wie Strafverfolger den Fall des Multimillionärs Jeffrey Epstein gehandhabt haben. Er war im Jahr 2008 zu 18 Monaten Haft wegen Verführung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden.

Der Buckingham-Palast hat kategorisch den Verdacht zurückgewiesen. Eine Palastsprecherin sagte, jeder Verdacht in diese Richtung sei "komplett unwahr". Prinz Andrew sei keine Partei in dem Prozess, deswegen gebe sie keinen Kommentar zu Details ab, sagte die Sprecherin.

Nicht der erste Skandal

Das freundschaftliche Verhältnis Andrews zu Epstein, mit dem er auf Fotos zu sehen war, hatte Anlass zu Kontroversen über das Urteilsvermögen des Prinzen gegeben. Dazu kamen weitere Vorwürfe: Andrew soll statt Linienflügen für seine Reisen teure Privatjets und Hubschrauber genommen und Bekanntschaft mit Waffenschmugglern und anderen dubiosen Geschäftsleuten gepflegt haben. Im Sommer 2011 war er daraufhin nach zehn Jahren von seiner Rolle als Außenhandelsbeauftragter der britischen Regierung zurückgetreten.

In den Schlagzeilen war das dritte Kind von Queen Elizabeth II. schon früher wegen seiner Ehe mit Sarah "Fergie" Ferguson, die 1992 in die Brüche ging. Wenige Monate nach der Trennung tauchten Fotos auf, die "Fergie" oben ohne zeigten und mit einem Mann zu Füßen, der ihre Zehen küsste. Andrew blieb nach der Scheidung zunächst mit ihr und den gemeinsamen Töchtern Beatrice und Eugenie in einem Haus wohnen.

ivi / DPA