HOME

Skandalsängerin: Winehouse vorübergehend festgenommen

Die Polizei hat die britische Skandalsängerin Amy Winehouse festgenommen. Zu verdanken hat sie das offenbar Ehemann Blake Fielder-Civil. Der sitzt bereits im Kittchen. Im Gegensatz zu ihm durfte Winehouse die Zelle gegen Kaution verlassen.

Die Polizei hat die britische Skandalsängerin Amy Winehouse, 24, vorübergehend festgenommen. Sie sei im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Rechtsbehinderung in Gewahrsam genommen worden, teilte Scotland Yard am Dienstagabend in London mit. Einige Stunden später kam die Soulsängerin gegen Kaution wieder frei. Sie müsse nun Anfang März erneut bei der Polizei erscheinen, erklärte eine Sprecherin. Winehouse’ Ehemann Blake Fielder-Civil sitzt derzeit in Untersuchungshaft, weil er den Hauptzeugen in einem Verfahren wegen Körperverletzung bestochen haben soll.

Winehouse macht seit Monaten mehr Schlagzeilen mit Drogen- und Alkoholexzessen als mit ihrer Musik. Erst kürzlich hatte die Musikerin ("Back to Black") wegen gesundheitlicher Probleme alle Konzerte bis zum Ende des Jahres abgesagt. Bei mehreren Konzerten war die seelisch instabile Sängerin mit der rauen Stimme zuvor ausgebuht worden. In den USA wurde sie jedoch Anfang Dezember sechsmal für die Grammys, die begehrtesten Musikpreise der Welt, nominiert.

Eltern beunruhigt

Die stark abgemagerte Sängerin erklärte, sie werde depressiv sein, solange ihr Mann Blake Fielder-Civil noch im Gefängnis sitzt. Dem 25- Jährigen wird Behinderung der Justiz vorgeworfen. Er gilt ebenfalls als drogenabhängig.

Der Vater der Soulsängerin äußerte sich derweil beunruhigt über die Freundschaft seiner Tochter zu Drogenrocker Pete Doherty (28). Der Gedanke an "diesen Mistkerl" bringe ihn "dem Schlaganfall nahe", sagte Taxifahrer Mitch Winehouse dem Londoner Leute-Magazin "Grazia". "Ich bin völlig ausgeflippt, als ich ihn kürzlich hinter der Bühne bei Amy sitzen sah. Meine Frau dachte, ich bekomme einen Herzanfall." Die Eltern hatten ihrer Tochter kürzlich öffentlich Hilfe bei der Überwindung ihrer Drogenprobleme angeboten.

DPA / DPA