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Streit um Hollywood Walk of Fame Einen Stern, der deinen Namen niemals trägt

Sterne für Kim Kardashian und Paris Hilton? Nicht mit Ana Martinez. Die Sprecherin des Hollywood Walk of Fame hat sich mit Reality-TV-Stars angelegt. Eine Ehrung solcher Prominenter mit einem Stern lehnt sie strikt ab. Doch es gibt Hoffnung für Kim und Co.

Mehr als 30.000 US-Dollar hat ihn die Gehwegplatte gekostet. Und natürlich ließ er es sich nicht nehmen, das Prunkstück aus Terrazzo-Marmor höchstpersönlich einzuweihen. Wie ein kleines Kind freute sich Danny De Vito in der vergangenen Woche, als er Stern Nummer 2445 auf dem Hollywood Walk Of Fame einweihen durfte. Eine Ehre, die auch zukünftig nicht Grethi und Plethi zuteil werden soll. Auch nicht, wenn man Kim Kardashian oder Paris Hilton heißt.

Stars aus Reality-Shows sollen keinen Stern bekommen dürfen. Das teilte eine Sprecherin des Walk Of Fame mit. "Wir haben eine Anfrage erhalten, ob auch Reality-TV-Stars einen Stern bekommen können", hieß es auf der Facebook-Seite des Walk Of Fame. Die entsprechende Antwort wurde gleich mitgeliefert. Und die fiel eindeutig aus: "Zur Hölle, nein!"

"Das ist meine persönliche Meinung als Verwalterin des Walk of Fame. Ich mache das seit 24 Jahren und will den Charakter der Sehenswürdigkeit bewahren", erklärt Ana Martinez, Vizepräsidentin und Pressesprecherin, ihre ablehnende Haltung gegenüber Reality-Stars. Außerdem habe es bislang keine konkrete Anfrage eines Reality-Stars gegeben, betonte sie.

Kandidaten müssen Jury-Prüfung überstehen

Die Hürden, um mit einem der berühmten Sterne geehrt zu werden, liegen ohnehin hoch. Denn nicht nur eine Gebühr von 30.000 Dollar und die laufenden Kosten für Instandhaltung und Säuberung gilt es zu bezahlen, sondern die Kandidaten müssen auch die Aufnahmekriterien der Handelskammer bestehen: Dazu gehört auch eine mindestens fünfjährige Tätigkeit im Showbusiness. Doch auch dann ist eine Aufnahme ungewiss. Eine fünfköpfige Jury wählt pro Jahr aus 200 bis 300 Bewerbungen nur 20 bis 24 Personen aus, die tatsächlich einen Stern bekommen.

Die ablehnende Haltung von Martinez stößt bei den meisten Facebook-Kommentatoren auf Zustimmung. "Ich liebe euch dafür", schreibt eine Userin. Ein anderer meint: "Es wäre ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die lange und hart für ihren Stern kämpfen und arbeiten mussten." "Reality-Stars sind keine Stars", bringt es noch ein anderer auf den Punkt. "Sie sind höchstens berühmt."

Bekommt Paris Hilton einen Oscar, darf sie hoffen

Werden Kim Kardashian, Paris Hilton und Kate Gosselin also für immer leer ausgehen? Eine Hoffnung gibt es für sie. "Wir sortieren niemanden aus, nur weil er zu Beginn seiner Karriere ein Reality-Star war", stellt Martinez klar. Voraussetzung sei aber, dass nach Auftritten in Reality-Shows noch eine Karriere folge.

Paris Hilton darf also hoffen. Eine Auszeichnung als besten Filmschrei bei den Teen Choice Awards hat sie ja bereits. Wenn jetzt noch ein Oscar dazu kommt, sollte einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame nichts mehr im Wege stehen.

mai

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