Terminator Geht der "Terminator" in die Politik?


Gestern abend feierte "Terminator3" die umjubelte Europapremiere in Berlin. Für Gesprächstoff sorgten aber vor allem Spekulationen über die politische Zukunft von Arnold Schwarzenegger.

Es sollte ein Abend ganz im Zeichen des Terminators werden. Doch für Aufregung sorgten am Montag bei der Europa-Premiere des dritten Teils der Film-Saga nicht nur die Kampfmaschine aus der Zukunft, sondern auch das Rätselraten um die politischen Pläne ihres menschlichen Darstellers Arnold Schwarzenegger.

Schwarzenegger will möglicherweise Gouverneur von Kalifornien werden

Zwar wurde die Feier anlässlich der Premiere mit großem Aufwand im Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin inszeniert, doch das konnte kaum vom eigentlichen Gesprächsthema des Abends ablenken: Schwarzeneggers möglichem Wechsel von der Schauspielerei in die US-Politik. Der gebürtige Österreicher mit US-Staatsbürgerschaft hatte den Stein am Vormittag selbst ins Rollen gebracht, als er auf einer Pressekonferenz verkündete, er könne innerhalb des nächsten Monats sagen, ob er für den Posten des Gouverneurs von Kalifornien antreten werde.

Seine Entscheidung hänge davon ab, wie sich die politische Lage in dem US-Bundesstaat entwickeln werde, sagte der einstige Mister Universum. Zuvor hatte er bereits bei diversen Gelegenheiten auf die desolate Finanzlage und politische Krise Kaliforniens hingewiesen. In diesem Zusammenhang betonte er auch, dass er "führen und für Ordnung sorgen" könne. In Kalifornien soll in Kürze entschieden werden, ob einem Antrag auf eine vorzeitige Neuwahl des Gouverneurs stattgegeben wird. Amtsinhaber Gray Davis steht unter anderem wegen eines Defizits von 38 Milliarden Dollar unter Druck.

Geteilte Meinungen bei der Premiereprominenz

Nach diesem Vorlauf half es bei der Film-Premiere wenig, dass Schwarzenegger weiteren Fragen zu seinen politischen Plänen auswich und stattdessen das Gespräch auf „Terminator 3 - Rebellion der Maschinen“ oder auf künftige Vorhaben lenkte, wie eine Neuverfilmung des Science-Fiction-Klassikers „Westworld“. Viele der mehr als 1000 geladenen Gäste unterhielten sich meist genauso angeregt über den Film wie über Schwarzeneggers politische Zukunft. "Der würde bestimmt Erfolg haben", sagte etwa Schauspielerin Alexandra Kamp. TV-Moderatorin Barbara Schöneberger zeigte sich wenig angetan von Schwarzeneggers politischen Ambitionen: "Das wäre katastrophal. Der soll lieber weiter Filme machen“, sagte sie, während vom erhobenen DJ-Pult in der Mitte des Sony-Center-Forums effektvoll meterlange Feuerfontänen knapp über die Köpfe der Gäste hinweg schossen.

Der Film selbst erhielt vom Premierenpublikum lauten Beifall. Schon während der Vorführung hatte es bei einigen der Action-Szenen und Terminator-Dialogen Applaus gegeben.

"Terminator 3" bereits Nr. 1 in den Kinocharts vieler Länder

Schwarzenegger wurde am roten Teppich nicht müde, zu betonen, wie stolz er auf den bisherigen Erfolg des Films sei. In zahlreichen Ländern schoss „T3“ erwartungsgemäß sofort nach seinem Start auf Platz eins der Kinocharts. In Nordamerika rutschte die 175-Millionen-Dollar-Produktion allerdings bereits in ihrer zweiten Woche auf Platz drei ab, rund 110 Millionen Dollar spielte sie dort bisher ein. Der US-Verleiher geht mittlerweile davon aus, dass der Film in Nordamerika insgesamt 150 Millionen Dollar einbringen werde.

Damit steht es schlecht um eine weitere Fortsetzung, denn die soll es Schwarzenegger zufolge nur dann geben, wenn Teil drei mindestens genauso erfolgreich wird wie sein Vorgänger. „T2“ spielte weltweit mehr als 500 Millionen Dollar ein, in Nordamerika kam er auf 205 Millionen Dollar. In die deutschen Kinos kommt Terminator 3“ am 31. Juli.

DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker