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Tod von Heath Ledger: Trügt der Schein?

Ein zusammengerollter 20-Dollarschein heizt die Spekulationen um den Tod von Heath Ledger erneut an. Er wurde neben der Leiche gefunden und soll auf Kokain untersucht werden. Eine gute Freundin Ledgers hat unterdessen Drogen-Gerüchte zurückgewiesen.

Die erste Autopsie des Leichnams von Heath Ledger hatte am Mittwoch zwar keine Aufschlüsse über die Todesursache gebracht, ein neben der Leiche gefundener zusammengerollter 20-Dollarschein löste jedoch neue Spekulationen über einen eventuellen Drogentod aus. Auf den ersten Blick seien daran zwar keine Reste einer illegalen Substanz - wie etwa Kokain - festgestellt worden, sagte der New Yorker Polizeichef Raymond Kelly am Mittwochnachmittag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Die 20-Dollarnote wurde dennoch zu weiteren Tests ins Labor geschickt.

Eine australische Freundin Ledgers hat Gerüchte über Drogenprobleme des Hollywoodstars vehement widersprochen. "Er war sauber, trank keinen Alkohol und nahm keine Drogen", sagte Sophie Ward, die Schwester von Ledgers Ex-Freundin Gemma Ward, der Zeitung "The West Australian" vom Donnerstag. "Er rauchte Zigaretten, aber das war alles", berichtete sie: "Er trank Cola light, wenn wir uns trafen, und er sagte, er habe sich entschlossen, keinen Alkohol zu trinken", fügte das Model hinzu. Auch selbstmordgefährdet sei der 28-Jährige nicht gewesen. "Ich glaube nicht, dass er sich das Leben nahm."

Allerdings sei Ledger traurig über die Trennung von Michelle Williams gewesen, der Mutter seiner zweijährigen Tochter Matilda. Das Paar hatte sich im August 2007 getrennt. Einmal habe er sich enttäuscht gezeigt, weil er Matilda nicht so oft gesehen habe, wie er es sich wünschte. "Er war so viel auf Reisen und ich glaube, dass er einfach frustriert war wegen all dem", sagte Ward.

Eine erste Autopsie hatte am Mittwoch keine Aufschlüsse über die Todesursache gebracht. Die Gerichtsmediziner kündigten weitere Untersuchungen an. Ledger war am Dienstag tot in seiner New Yorker Wohnung aufgefunden worden. Nach Polizeiangaben befanden sich in der Wohnung des Schauspielers rezeptpflichtige Medikamente, was eine Überdosis als Todesursache nahelegte.

Mai/AFP/DPA/AP / AP / DPA