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Torontos Skandal-Bürgermeister Drogenentzug versetzt Rob Ford ins Schwärmen


Jahrelang hat er zu viel Alkohol getrunken und Crack geraucht. Nun will Rob Ford Schluss machen mit seinen Eskapaden und lässt sich behandeln. Seine Entziehungskur findet er einfach großartig.

Der durch seine Drogeneskapaden in die Schlagzeilen geratene Bürgermeister von Toronto, Rob Ford, ist begeistert von seiner Entziehungskur. Die Kur sei "unglaublich", schwärmte Ford in einem Interview mit dem Boulevardblatt "Toronto Sun". "Mir geht es supergut." Es war das erste Interview, seit sich Ford am vergangenen Donnerstag in eine Auszeit begeben hatte, um sich wegen seiner Alkohol- und Drogenprobleme behandeln zu lassen.

Darin versicherte der Bürgermeister, er werde sich um eine Wiederwahl bemühen. "Mein Büro braucht nicht geräumt zu werden, denn ich komme wieder." Ford hatte die Entscheidung zu einer Auszeit mitten im Wahlkampf für die kommenden Kommunalwahlen getroffen, nachdem es neue Berichte über seinen Crack-Konsum gegeben hatte. Zudem hatte eine Zeitung berichtet, der 44-Jährige sei "sturzbetrunken" in einer Bar gesichtet worden.

Ford gestand Anfang November nach hartnäckigem Leugnen, Crack konsumiert und jahrelang illegale Drogen gekauft zu haben. Außerdem entschuldigte er sich für wiederholte Ausfälle unter Alkoholeinfluss. Als Konsequenz entzog ihm der Stadtrat im November den Großteil seiner Machtbefugnisse. Ford darf weiter den Titel des Bürgermeisters tragen, hat aber unter anderem ein kleineres Budget, weniger Personal und darf nicht mehr dem Stadtrat vorsitzen. Dennoch will Ford im Oktober erneut für das Bürgermeisteramt in der kanadischen Millionenmetropole kandidieren.

ivi/AFP AFP

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