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Krebs-Diagnose: Torontos Skandal-Bürgermeister Rob Ford gibt auf

Die Bürger von Toronto müssen sich nicht entscheiden, ob sie weiter von Rob Ford regiert werden wollen. Der international bekannt gewordene Skandal-Bürgermeister muss aus Gesundheitsgründen passen.

Rob Ford, Skandalbürgermeister von Toronto, wird sich im Oktober nicht zur Wiederwahl stellen. Dem "Toronto Star" zufolge hat der 45-Jährige seine Bewerbung kurz bevor die Kandidatenliste geschlossen wurde zurückgezogen. Nun soll Fords fünf Jahre älterer Bruder als Bürgermeisterkandidat antreten.

"Ich habe Doug gebeten zu Ende zu bringen, was wir gemeinsam begonnen haben, damit wir nicht alles, was wir erreicht haben, weggewaschen wird", zitiert der "Star" Rob Ford. "Ich habe ihn gebeten, als kommender Bürgermeister von Toronto zu kandidieren, denn wir brauchen ihn. Wir können nicht zurück." Gewählt wird am 27. Oktober.

Tumor im Bauch

Grund für die Aufgabe soll eine Krebs-Diagnose sein. Ein Sprecher des Mount Sinai Hospitals, in dem der amtierende Bürgermeister behandelt wird, sprach gegenüber Reportern von einem großen Tumor im Bauch, berichtet die Zeitung. Ford habe seit drei Monaten Bauchschmerzen, die in den letzten 24 Stunden schlimmer geworden seien. Sein Bruder sagte auf einer Pressekonferenz lediglich, Ford sei optimistisch und guter Laune.

Rob Ford ist seit 2010 Bürgermeister von Kanadas größter Stadt. Im vergangenen Jahr wurden Vorwürfe laut, er habe sich mehrfach völlig betrunken, Crack geraucht und sei betrunken Auto gefahren. Ford hatte die Anschuldigungen vehement bestritten und die Taten erst eingeräumt, als die Polizei eindeutige Beweise veröffentlichte. Obwohl ihn der Stadtrat daraufhin weitgehend entmachtet hatte, hielt er bis zuletzt an der Kandidatur zur Wiederwahl fest. Nun will Ford trotz seiner schweren Krankheit zumindest in seinem alten Wahlkreis antreten.

dho/DPA/AFP / DPA