HOME

Türck-Prozess: "Ich war wie gelähmt"

Das mutmaßliche Opfer im Prozess gegen den ehemaligen TV-Moderator Andreas Türck hat erstmals ausgesagt. Katharina B. ist beim Vorwurf der Vergewaltigung geblieben. Detailliert schilderte sie dem Gericht den Tathergang.

Im Vergewaltigungsprozess gegen den Ex- Fernsehmoderator Andreas Türck hat das mutmaßliche Opfer seine Anschuldigungen wiederholt. Die 29-jährige Frau bekräftigt vor dem Landgericht Frankfurt, der Angeklagte habe sie zum Oralsex gezwungen. Sie habe Türck und dessen Bekannten zuvor gemeinsam mit ihrer damaligen Freundin in einem Frankfurter Szenelokal kennen gelernt. Nach zwei Runden Drinks in der Bar habe die Gruppe das Lokal wechseln wollen und sei gemeinsam mit Türcks Auto weggefahren. Der Ex-Moderator habe auf einer Mainbrücke gehalten und "irgendwas von Skyline zeigen" gesagt. Anschließend sei es auf der Brücke zu der Vergewaltigung gekommen.

Die Bankkauffrau sagt weiter, sie sei nach dem Stopp aus dem Wagen gesprungen, weil der Bekannte von Türck sie zuvor habe küssen wollen. Dies habe sie abgewehrt. Auf der Brücke habe Türck ihr den Arm auf die Schulter gelegt. Als sie versucht habe, sich herauszudrehen, habe sie plötzlich die Hand des Angeklagten an ihrem Hals gespürt. "Er hat mich runtergezogen und hat versucht, mich zu würgen", sagte die 29-Jährige. Sie sei in die Knie gegangen, ihr Kopf sei gegen die Brücke geschlagen. Die Zeugin sagte, sie habe Funken vor den Augen gesehen. Dann sei es zum Oralverkehr gekommen. "Ich war wie gelähmt."

Befangenheitsanträge zurückgewiesen

Türck ist wegen Vergewaltigung angeklagt. Zudem soll er die Frau mit dem Kopf gegen das Geländer geschlagen haben. Zu Beginn des Verhandlungstages hatte das Gericht Befangenheitsanträge von Türcks Verteidigung gegen zwei der drei Richter der Strafkammer als unbegründet zurückgewiesen.

Christine Kokot/DPA / DPA