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Vergewaltigungs-Prozess: Türck darf zu ProSieben zurück

Der wegen Vergewaltigung angeklagte ehemalige Fernsehmoderator Andreas Türck soll nach Willen der Staatsanwaltschaft freigesprochen werden. ProSieben bietet ihm eine neue Zusammenarbeit an.

Der Sender ProSieben hat dem geschassten Fernsehmoderator Andreas Türck eine neue Zusammenarbeit angeboten. Kurz nachdem die Anklage im Frankfurter Vergewaltigungsprozess auf Freispruch plädiert hatte, sagte ProSieben-Sprecher Christoph Körfer in München: "Wir freuen uns für Andreas Türck, dass die Staatsanwaltschaft seinen Freispruch fordert. Sollte Andreas Türck weiter im Fernsehn arbeiten wollen, werden wir uns gerne mit ihm zusammensetzen."

ProSieben hatte den Moderator der "Chart Show" nach Bekanntwerden der Vorwürfe zunächst beurlaubt und sich nach der Anklageerhebung ganz von ihm getrennt. An seiner Stelle moderierte anschließend Giulia Siegel die Musiksendung.

Staatsanwalt beantragt Freispruch

Die Staatsanwaltschaft hat im Vergewaltigungsprozess gegen Ex-Fernsehmoderator Andreas Türck Freispruch für den Angeklagten beantragt. Der Vorwurf gegen Türck sei nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme "so mit Sicherheit nicht zu halten", sagt Staatsanwalt Wilhelm Möllers in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Frankfurt.

Möllers berief sich vor allem auf das Gutachten des Psychologen Max Steller, der die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers angezweifelt hatte. Türck ist angeklagt, eine heute 29 Jahre alte Frau nach einem Barbesuch auf einer Brücke in Frankfurt misshandelt und zum Oralsex gezwungen zu haben.