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TV-Serie "Two and a Half Men": Ashton Kutcher steht für zweite Staffel parat

Mit stern.de sprach "Two and a Half Men"-Star Ashton Kutcher über seine neue Show, Social Media und das "total verrückte" Jahr, das hinter ihm liegt.

Von Frank Siering, Los Angeles

Fast hätten ihn die vielen Journalisten, die zur Television Critics Association Tour ins kalifornische Pasadena eingeladen waren, nicht erkannt. Glatt rasiert, die Haare stark gestutzt, über das ganze Gesicht strahlend. Ashton Kutcher präsentierte sich mit neuem Look und mit neuer Einstellung.

Längst nicht mehr so verschlossen und scheu wie noch zu Zeiten, da er unter dem Dach von Demi Moore lebte. Keine grummeligen und kurzen Antworten auf nervige Reporterfragen. Nein, gesprächig war er, der 32-jährige TV-Star, der privat im vergangenen Jahr mindestens ebenso viele negative Schlagzeilen verursacht hatte wie sein "Men"-Vorgänger Charlie Sheen.

Tatsächlich wirkt Kutcher dieser Tage so, als sei ihm eine schwere Last von den Schultern genommen worden, als habe ihm die Trennung von Moore und der Start in ein neues Single-Leben richtig gutgetan.

Vielleicht hilft es, dass auch seine Ex-Frau nicht allzu viel Zeit aufs Trauern nach dem Ende der Beziehung verschwendet hat. Demi Moore soll sich angeblich seit einigen Tagen mit einem kalifornischen Model/Fitness-Trainer trösten. Blake Corl-Baietti ist 26 Jahre alt und passt somit in das Beuteschema von Moore, 49, die gerne jüngere Männer datet.

Frisch erholt von einer Europa-Reise - Kutcher war ganz begeistert von Berlin - gab er im Interview mit stern.de bekannt, was für einen Stellenwert sein neuer Job im Fernsehen für ihn hat. Und er verriet auch, ob er langfristig mit "Two and a Half Men" plant oder die Serie doch nur als Versuchsballon sieht.

Mr. Kutcher, kehren Sie für eine zweite Staffel zu "Two and a Half Men" zurück, oder war diese Saison eine einmalige Angelegenheit?
Eine spannende Frage (lacht). Wir haben einen Deal ausgehandelt, der als eine Art Testlauf beschrieben wurde. Wir wollten abwarten, wie das Publikum auf die neue Besetzung reagiert.

Und?


Die Zahlen sind gut. Sogar besser als vor dem Wechsel. Das bedeutet für mich, dass das Publikum positiv reagiert. Und wenn die Fans mehr wollen, dann wird dieser Trend sicherlich meine Entscheidung beeinflussen, ob ich zurückkehre oder nicht.

Sie sind sich also noch nicht hundertprozentig sicher?


Ich habe in der Sommerpause ein paar Filme, die ich abdrehen möchte. Danach sehen wir dann weiter. Aber ich kann Ihnen durchaus verraten, dass ich viel Spaß mit der Show habe. Es ist wirklich toll, dort zu arbeiten. Und ich würde gerne weitermachen.

Es heißt, Sie seien ein sehr geschickter Geschäftsmann. Mit Verlaub, Ihre Antwort auf die letzte Frage scheint das zu bestätigen. Sie pokern.


(lacht). Nein, ich muss nicht pokern. Ich werde ja sehr gut bezahlt. Darum geht es nicht. Ich möchte in erster Linie die Fans glücklich machen mit meiner Performance. Alles andere ist sekundär.

Woher kommt eigentlich dieser Sinn fürs Geschäft bei Ihnen?


Ich habe Biochemie studiert und war immer sehr an neuen Technologien und an Business interessiert. Vielleicht hängt es damit zusammen. Vor sechs Jahren habe ich einen Deal mit AOL abgeschlossen. Ich finde die Entwicklung von Social Media sehr spannend.

Sie gelten als Twitter-König von Hollywood.


Na ja, das ist vielleicht übertrieben. Aber ich mag Twitter als Kommunikations-Werkzeug. Es hilft mir, den Inhalt der Meldungen, die über mich verbreitet werden, zu kontrollieren.

Stimmt es, dass Sie einen Investment Fonds betreiben?


Ja, das stimmt. Wir suchen ständig nach guten technologischen Innovationen. Ich weiß auch nicht, warum mir das so viel Spaß macht. Ich hatte immer einen gewissen Appetit auf neue Technologien.

Themawechsel. Warum auf einmal dieser aufgeräumte Look?


(lacht). Keine Angst, es war nicht freiwillig. Es hat mit der Show zu tun. Die Rasur und der Kurzhaarschnitt standen im Skript. Macht aber nichts, ich kann es ja wieder wachsen lassen (lacht).

Warum tragen Sie eigentlich meistens lange Haare und einen Bart?


Ich weiß ja nie, was für Rollen auf mich warten. Und ich hasse es, Perücken tragen zu müssen. Deshalb also die langen Haare. Der Bart? - Hat wohl eher was mit Faulheit zu tun (lacht).

Wenn Sie zurückblicken auf die vergangenen zwölf Monate, was war das für eine Erfahrung für Sie?


Es war natürlich total verrückt. Aber ich hatte auch viel Spaß. Ich wollte immer irgendwann mal wieder zum Fernsehen zurückkehren. Mir liegt dieses Medium einfach. Wenn du einen Film drehst, dann bist du nach ein paar Wochen fertig, und alle gehen nach Hause. Bei einer TV-Show musst du jeden Tag voll da sein. Das bringt mich auf Touren, das fasziniert mich an meinem Job.

Mitarbeit: Fred Topl