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Versuchte Steuerhinterziehung: Kahn im Kaufrausch - das wird teuer

Er shoppte im Emirat, dass die Karten nur so glühten: Sage und schreibe 44 Kleidungsstücke brachte Oliver Kahn aus Dubai mit nach Hause - ohne sie zu verzollen. Dafür muss er nun büßen.

Der frühere Nationaltorwart Oliver Kahn muss 125.000 Euro Strafe zahlen, weil er bei seiner Rückkehr von einem Dubai-Aufenthalt dem Zoll mitgebrachte haufenweise Edel-Kleidung verschwiegen hat. Das Amtsgericht Landshut verurteilte ihn deshalb am Mittwoch wegen versuchter Steuerhinterziehung, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Mit dem Urteil ersparte sich der 41-Jährige eine um 225.000 Euro höhere Strafe: In einem Strafbefehl hatte ihm das Gericht 50 Tagessätze zu 7000 Euro auferlegt. Der Ex-Profi ging lediglich gegen die Höhe des Tagessatzes vor und erreichte, dass dieser deutlich auf 2500 Euro reduziert wurde.

Kahn nahm dem Urteil zufolge im Februar 2010 am Flughafen den Ausgang für anmeldefreie Waren, obwohl sich in seinem Gepäck noch zu verzollende Kleidungsstücke befanden. Bei einer Routinekontrolle entdeckte ein Zollbeamter dann, dass der Torwart-"Titan" eine größere Anzahl unverzollter Kleidungsstücke bei sich hatte. Modefreund Kahn hatte in Dubai mächtig geshoppt: Im unverzollten Gepäck waren sieben Poloshirts, zehn T-Shirts, acht Pullover, neun Hemden, fünf Hosen, zwei Sakkos, eine Lederjacke und zwei Paar Manschettenknöpfe von Marken wie Adidas, Dolce&Gabbana oder Armani im Wert von insgesamt 6687,90 Euro. An Zoll und Einfuhrumsatzsteuer hätte Kahn dafür 2119,04 Euro zahlen müssen.

ben/AFP / AFP