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Versuchter Mord Sänger Tatlises verlässt Klinik


Der türkische Sänger Ibrahim Tatlises ist nach seiner Behandlung in Deutschland in die Türkei zurückgekehrt. Der auch in Deutschland bekannte Schlagerstar hatte vor zwei Monaten ein Attentat knapp überlebt.

Der bei einem versuchten Mordanschlag schwer verletzte türkisch-kurdische Sänger und Fernsehmoderator Ibrahim Tatlises hat eine Behandlung in Deutschland abgeschlossen. Der auch international bekannte Musiker sei in einem Privatflugzeug zurück nach Istanbul in ein Rehabilitationszentrum gebracht worden, berichteten türkische Medien am Freitag. Mitte März hatte ein Attentäter dem beliebten Unterhaltungskünstler vor einem Istanbuler Fernsehstudio aus einem Sturmgewehr in den Kopf geschossen. Tatlises rang mehrere Tage mit dem Tod.

Hintergründe weiterhin unklar

Der teilweise gelähmte 59-Jährige wurde vor zwei Monaten in einem Ambulanzflugzeug der türkischen Regierung zur Behandlung nach Hamburg geflogen. Die genauen Hintergründe der Tat sind unklar. Türkische Medien hatten zunächst über angebliche Mafia-Kontakte des Sängers und einen Streit um ein Investitionsprojekt im Nordirak berichtet. Später waren die Attentäter in Kreisen der verbotenen türkischen Arbeiterpartei PKK verortet worden. Der Sänger hat in der Türkei und im Nahen Osten Millionen Fans, aber auch unter den Türken in Deutschland.

Vor etwa sechs Jahren waren bei einem Konzert von Tatlises in der Hamburger Universität zwei Wachleute verletzt worden, als ein Unbekannter eine Handgranate zündete. Im Jahr 1998 war der Sänger in Istanbul knapp einem Anschlag entkommen.

seh/DPA DPA

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