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Scheidungskrieg um Paige Laurie: Walmart-Erbin soll Koch und Stylisten des Ex bezahlen

Das gibt's "only in America": Im Scheidungsverfahren gegen Walmart-Erbin Paige Laurie stellt Patrick Dubbert wahnwitzige Forderungen – und hat nach kalifonischem Recht sogar gute Chancen auf Erfolg.

Von Frank Siering, Los Angeles

Bei den Forderungen ihres Ex-Mannes dürfte Walmart-Alleinerbin Paige Laurie sicher das Lachen vergangen

Bei den Forderungen ihres Ex-Mannes dürfte Walmart-Alleinerbin Paige Laurie sicher das Lachen vergangen

Es gibt Geschichten, die klingen so unglaublich, dass man nur noch den Kopf schütteln kann. Die Scheidung von Paige Laurie und Patrick Dubbert ist eine solche Geschichte. Laurie ist in den USA keine Unbekannte. Ihr Großvater war Bud Walton, kein Geringerer als der Mitbegründer des Kaufhaus-Imperiums Walmart. Nach seinem Tod hinterließ er seiner Tochter Nancy satte neun Milliarden Dollar.

Dem Vermögen geht's nun an den Kragen. Denn seit Juli vergangenen Jahres steckt Nancys Tochter Paige Laurie in einem fiesen Scheidungskrieg mit Patrick Dubbert. Das Paar hatte sich nach fünf holprigen Ehejahren getrennt. Laurie hatte ihm vorgeworfen, sie finanziell hintergangen zu haben, indem er mehr als 250.000 Dollar im Jahr vom Familienkonto abbuchte für seinen Job als "Bauleiter" einer angeblich fiktiven Firma in Malibu. Laurie hatte kurz nach der eingereichten Scheidung eine Betrugsklage hinterhergefeuert.

Ex verlangt 400.000 Dollar pro Monat

Nun wehrt sich Dubbert, indem er von seiner Ex-Frau mehr als 400.000 Dollar Unterhalt im Monat verlangt. In Gerichtsunterlagen führt Dubbert seine horrenden Forderungen im Detail auf.

So möchte der Amerikaner, dass die Walmart-Erbin rund 50.000 Dollar an Miete im Monat überweisen soll. 10.000 Dollar für neue Möbel benötigt er jeden Monat, 6700 für einen Privatkoch, 5000 Dollar für die persönliche Gardrobe, 2500 Dollar für einen privaten Fitnesstrainer, 30.000 Dollar im Monat für Ferienreisen im Privatjet, 80.000 Dollar monatlich für "Entertainment", und natürlich dürfen auch die Zahlungen für den eigenen Stylisten wie auch die für den Chauffeur nicht fehlen.

Er hat sich so daran gewöhnt

Dubbert, der derzeit sechs Monate im Jahr in einer Zweizimmer-Wohnung in Santa Monica und den Rest der Zeit bei seinen Eltern in Jefferson City im US-Bundesstaat Missouri wohnt, behauptet, durch seine Ehe mit Laurie habe er sich an einen gewissen "extravaganten Lebensstil" gewöhnt, den er auch nach der Scheidung beibehalten wolle.

Er argumentiert weiter, dass er nach der Trennung noch keine Arbeit finden konnte – auch, weil er für die Firma seiner Frau gearbeitet hatte und nach der Scheidung entlassen wurde – und "ein bisschen Zeit braucht, um auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen". Selbstredend vermisse er die ausladenden Partys auf den millionenschweren Privatyachten der Walmart-Erben, die Wochenendausflüge im Privatjet und die privaten Golf-Outings mit Hollywood-Prominenten.

US-Scheidungsrecht auf Dubberts Seite

Auch wenn die Forderungen des vertriebenen Ehemannes einiges Augenreiben veranlassen, nach amerikanischem Scheidungsrecht hat Dubbert gute Chancen, dass zumindest ein Großteil seiner Forderungen tatsächlich von einem ordentlichen Gericht erfüllt werden.

Der gescholtene Ehemann behauptet weiter, Paige Laurie lebe derzeit von 872.000 Dollar Einkommen im Monat – Geld, das ihr die Dividenden und andere diverse Aktieninvestments einbringen. Da die Scheidung in Kalifornien laufe, stehen ihm laut Gesetz ohnehin die Hälfte des Einkommens seiner Frau zu. Mit 400.000 Dollar sei sie also noch "gut bedient und kriegt sogar noch einen echten Deal", so Dubbert weiter.

Endgültig die Galle hochkommen dürfte der Walmart-Erbin bei einer vergleichsweie kleinen Forderung ihres Ex: Dubbert verlangt von seiner Ex-Frau auch noch, dass sie ihm 2500 Dollar im Monat zahlt, damit er wohltätigen Zwecken eine regelmäßige Spende zukommen lassen kann – nicht in ihrem, sondern in seinem Namen, versteht sich.