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Was macht eigentlich ...: ... Sybille Beckenbauer?

Die frühere Sekretärin des DFB war zwölf Jahre die Frau an der Seite des "Kaisers". Im Sommer 2002 verließ Franz Beckenbauer sie. Ende 2004 wurde die Ehe geschieden.

Frau Beckenbauer, Sie leben noch immer in Kitzbühel. Haben Sie nach der Trennung von Ihrem Ex-Mann überlegt, von dort wegzuziehen?

Nein, die Frage hat sich nie gestellt. Kitzbühel ist mein Zuhause, ich fühle mich wohl und habe viele Freunde und Bekannte dort.

Wenn man mit Menschen aus Ihrem Umfeld redet, heißt es: Über ihren Ex-Mann spricht Sybille nicht so gern.

Die Trennung von Franz ist jetzt sechs Jahre her. Es war eine schöne Zeit, die ich nicht missen möchte. Mir geht es gut, mir fehlt es an nichts. Es ist ein Lebensabschnitt, der vorbei ist, und ich genieße mein aktuelles Leben.

Zu dem gehören auch zwei Wohltätigkeitsvereine, für die Sie werben.

Ich setze mich für das Kindernetzwerk in Aschaffenburg ein, eine Datenbank für behinderte Kinder und Jugendliche, und die DKMS Life. Das ist ein Bereich der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, der sich um Frauen mit Brustkrebs kümmert.

Warum Brustkrebs und behinderte Kinder?

Das hat sich so ergeben. Beim Thema Brustkrebs ist man als Frau generell betroffen, und daher war es für mich keine Frage, mich zu engagieren. Beim Kindernetzwerk war sicher ein Punkt, dass ich selbst keine Kinder habe und so etwas für Kinder tun kann.

Das heißt, Sie sammeln Spenden?

Das weniger; ich knüpfe Kontakte, bin Botschafterin. Zum Beispiel konnte ich einen Sponsor gewinnen, der im Herbst zur Golfwoche am Wörthersee einlädt. Die Datenbank ist zwar vielen Betroffenen bekannt, aber leider nicht allen, ganz zu schweigen von der Öffentlichkeit. Ich hoffe, dass sich das durch meine Arbeit ändert.

Sie modeln neuerdings auch ...

Ja, ich habe vor gar nicht so langer Zeit die Münchner Modeschöpferin Susanne Wiebe kennengelernt, und wir haben uns sofort verstanden. Als sie mich fragte, ob ich Lust hätte, bei der Berlin Fashion Week für sie zu laufen, habe ich spontan ja gesagt. Im Juli war ich bereits das zweite Mal auf dem Laufsteg. Und es hat mir auch diesmal wieder Spaß gemacht - es wird aber sicher weiter eine Ausnahme bleiben.

Was machen Sie sonst?

Ich berichte regelmäßig für zwei Golfmagazine; daher bin ich auf vielen Golfturnieren. So schreibe ich über eine Golf-Ladies-Serie, die über Deutschland, Luxemburg, Schweiz und Österreich verteilt gespielt wird.

Sie sind leidenschaftliche Golferin. Ihr Handicap liegt zwischen 14 und 15 ...

... ja, bei 14,5. Aber bei Turnieren wird aufgerundet .

... und damit liegen Sie in etwa gleichauf mit James Last, Bill Murray und Carl-Uwe Steeb. Mit welchem der drei Herren würden Sie denn einmal am liebsten golfen?

Mit Carl-Uwe Steeb. Den kenne ich noch nicht persönlich, aber ich habe ihn natürlich als Tennisspieler erlebt, und ich glaube, es würde mir großen Spaß machen, mit ihm einmal zu spielen.

Und Fußball? Gehen Sie noch regelmäßig ins Stadion?

Ja, ich gehe gerne zum Fußball. Natürlich speziell in die Arena. Bayern ist nach wie vor meine Lieblingsmannschaft. Zum Saisonauftakt gegen Hamburg war ich natürlich auch da.

Ist Jürgen Klinsmann denn der richtige Trainer für die Bayern?

Das hoffe ich doch. Er ist hoch motiviert und sehr engagiert. Bei Bayern München hat er ein perfektes Umfeld, mit tollen Spielern und einem kompetenten Trainer- und Betreuerstab. Ich denke, das wird schon funktionieren.

Interview: Matthias Thiele / print
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