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WAS MACHT EIGENTLICH...: Jane Goodall

In der Wildnis des Gombe-Nationalparks von Tansania studierte die Engländerin über 25 Jahre lang das Leben der Schimpansen und wurde zu einer weltweit geachteten Forscherin.

In der Wildnis des Gombe-Nationalparks von Tansania studierte die Engländerin über 25 Jahre lang das Leben der Schimpansen und wurde zu einer weltweit geachteten Forscherin

Zur Person


Jane Goodall, 68, arbeitete bis Mitte der fünfziger Jahre als Sekretärin und Kellnerin, ehe sie 1957 Assistentin des berühmten Paläontologen und Anthropologen Louis S. Leakey wurde - trotz ihrer damals praktisch nicht vorhandenen wissenschaftlichen Qualifikation. Skeptische Kollegen, die ihre fehlende Fachkenntnis kritisierten, wurden jedoch durch aufsehenerregende Forschungserfolge bald eines Besseren belehrt.

Uahuahuahuah! Begrüßen Sie Ihre Zuhörer immer mit diesem Schimpansenschrei?

Ja, das habe ich mir angewöhnt. Es ist mein Ziel, den Ruf der Schimpansen auf der ganzen Welt zu verbreiten.

Wie das?

Ich habe vor Jahren das »Jane Goodall Institute« gegründet: Wir errichten Waisenheime für Schimpansenjunge, kämpfen für ihre natürlichen Lebensräume. Und wir wollen mit dem Programm »Roots and Shoots« schon die Kinder für Umweltschutz begeistern.

Seit diesem Jahr sind Sie auch noch UN-Friedensbotschafterin. Das hört sich alles nicht nach dem ruhigen Leben einer 68-Jährigen an.

Oh, das ist es auch nicht! Von den 365 Tagen im Jahr bin ich etwa 300 unterwegs. Ich sage immer: Ich bin Engländerin, arbeite in Tansania und lebe in Flugzeugen.

Was hat Sie von der Wissenschaftlerin zur Aktivistin gewandelt?

Eigentlich war ich nie eine klassische Wissenschaftlerin. Ich weiß noch, wie geschockt meine Kollegen in den sechziger Jahren waren, als ich meinen Schimpansen keine Nummern, sondern Namen gegeben habe. Ich habe nie diese wissenschaftliche Distanz zu den Tieren gehalten. Sie wurden meine Freunde.

Wieso haben Sie sich dann 1984 entschieden, die Affen zu verlassen und stattdessen um die Welt zu tingeln?

Weil mir klar geworden ist, dass das, was ich tue, nicht ausreicht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es noch zwei Millionen Schimpansen auf der Welt - heute sind es gerade mal 150.000. Da konnte ich mich doch nicht in meinem kleinen Paradies Gombe verkriechen.

Sind Schimpansen bessere Menschen?

Nein, obwohl ich das zuerst dachte. Schließlich hatte ich in meinen ersten Jahren in Gombe so viel Schönes gesehen, so viel Liebe, Humor und Spiel. Doch dann ist eine andere Gruppe in das Revier meiner Affen eingedrungen, und es kam zu einem richtigen Krieg - jahrelang. Am Ende war die gesamte gegnerische Gruppe ausgerottet. Und da habe ich dann begriffen, dass die Schimpansen uns ähnlicher sind, als ich gedacht hatte: Sie lieben, und sie hassen - genau wie wir.

Das Science Museum in Minnesota hat jetzt einen Film über Ihre Arbeit mit den Schimpansen in Gombe gedreht. Was denken Sie, wenn Sie die alten Aufnahmen wieder sehen?

Am Anfang des Films gibt es eine Szene: Das Schimpansenjunge Fifi kommt auf mich zu und berührt meine Nasenspitze. Das war mein erster Kontakt mit der Schimpansengruppe. Als ich diese Szene gesehen habe - mich als junge Frau und Fifi als Baby -, war ich furchtbar gerührt. Heute ist Fifi Mutter und Großmutter. Genau wie ich.

Ihr Sohn ist mit Ihnen und Ihrem ersten Mann, dem Fotografen Hugo van Lawick, in der Wildnis aufgewachsen. War das nicht ein gefährlicher Ort für ein kleines Kind?

Überhaupt nicht! Gombe ist ein wundervoller Ort für Kinder. Dort lernen sie alles, was im Leben wichtig ist: Familie, Zusammengehörigkeit, Verantwortung.

Bereuen Sie es manchmal, Ihr ganzes Leben den Schimpansen geopfert zu haben?

Ich habe nichts geopfert. Im Gegenteil, ich finde, dass dieses Leben mich reich beschenkt hat. Ich habe eine wundervolle Menschenfamilie: meine Mutter, meinen Sohn und meine beiden Enkel. Und dazu habe ich noch eine Familie - meine Schimpansen.

Interview: Inka Schmeling

Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(