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WAS MACHT EIGENTLICH...: Rosi Salioni

Das Fotomodell aus Brasilien gelangte vor einem Jahr in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass sie über drei Jahre die Geliebte von Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld war.

Das Fotomodell aus Brasilien gelangte vor einem Jahr in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass sie über drei Jahre die Geliebte von Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld war.

Zur Person:


Die ehemalige Sekretärin Rosemarie Salioni, genannt Rosi, arbeitet als Model und hat nun in ihrer Heimatstadt Sao Paulo ein Restaurant eröffnet. Salioni, heute 29, lernte 1996 bei einem Besuch in Deutschland Ottmar Hitzfeld kennen, der damals Borussia Dortmund trainierte. Ein gemeinsamer Freund hatte die beiden einander vorgestellt. Es entspann sich eine Affäre, die im November 2001 publik wurde und Salioni für kurze Zeit in die Öffentlichkeit rückte.

Sie sitzen Mitte November bei Kälte und Nieselregen in Hamburg. Warum tut eine Brasilianerin sich das an?

Ich besuche Freunde und habe einen Deutschkurs an einer Sprachenschule absolviert. In ein paar Tagen fahre ich nach Italien, da ist es wärmer.

Wie nett. Was machen Sie da?

Ich habe in S?o Paulo ein italienisches Restaurant aufgemacht: »La Tavola«. Gemeinsam mit einem Partner, er ist Italiener und lebt in Rom. Deshalb bin ich manchmal geschäftlich dort.

Arbeiten Sie noch als Model?

Ich habe kürzlich ein paar Fotos gemacht für eine Zeitschrift in Brasilien. Aber mein Lebensinhalt ist jetzt das Restaurant.

Vor einem Jahr wurden Sie hierzulande bekannt als die Geliebte von Ottmar Hitzfeld.

Ich habe die Geschichten archiviert, die damals erschienen sind. Das war keine schöne Zeit.

Hitzfeld sagte, hätte »Bild« die Affäre nicht geoutet, »dann wäre die Frau woanders hingelaufen. Es wäre sowieso rausgekommen«. Wollten Sie die Geschichte unbedingt verkaufen?

Im November war ich in München und habe Hitzfeld und Hoeneß gesagt, ich gehe nicht zur Zeitung damit. Ich vermute, dass mein Ex-Manager die Geschichte verkaufen wollte. Hitzfeld hatte Angst, das alles rauskommt, bevor er mit seiner Frau sprechen konnte. »Bild« war auf seiner Seite, da gab es ein Abkommen: Es wird ein, zwei Tage darüber geschrieben, und dann ist Ruhe.

Am zweiten Tag war dort zu lesen: »Sein Model erzählt«. Wie kam es dazu?

Er hat zu mir gesagt, es ist besser, wenn ich mit der Zeitung rede, damit die Geschichten nicht so hochkocht. Bevor sie gedruckt wurde, rief Hitzfeld mich an und sagte, dass er nicht mehr so leben kann. Das war das letzte Mal, dass ich mit ihm sprach. Er sagte: Ich wünsche dir alles Gute. Ich habe ihm noch Nachrichten geschickt, aber er hat nicht mehr geantwortet.

Was geschah dann mit Ihnen?

Ich konnte überall lesen, was Freunde für Geschichten über mich verkauften. Zum Beispiel, dass ich elf Schönheitsoperationen hätte machen lassen.

Und, haben Sie?

Nein. Ich halte mich mit Sport in Form. Es war auch zu lesen, ich hätte was mit Lothar Matthäus gehabt oder mit Reiner Calmund. Stimmt auch nicht.

Warum haben Sie sich ausgerechnet in den etwas steif wirkenden Hitzfeld verliebt?

Schwer zu erklären. Er ist ein Mann, mit dem man sich gut unterhalten kann.

Hat er Ihnen Abseits erklärt, oder worüber haben Sie geredet?

Über das Leben, über alles Mögliche, aber nicht über Fußball. Davon habe ich keine Ahnung. Ich bin dann manchmal ins Stadion gegangen, wenn die Bayern spielten, weil er mir Freikarten dafür schenkte.

Hatten Sie ein schlechtes Gewissen, weil er verheiratet ist?

Nein. Er hat mich sehr geliebt, aber er hat nie davon gesprochen, dass er seine Frau meinetwegen verlassen wird.

Haben Sie von der Affäre profitiert?

Nein. Man hat mir vorgeworfen, dass ich auf seine Kosten Karriere machen wollte. Ich hatte ein Angebot fürs Fernsehen, aber mein Deutsch war zu schlecht.

Immerhin haben Sie ein paar hübsche Fotos für den »Playboy« gemacht.

Das hatte mit Rache zu tun, nicht mit Karriere.

Gibt es einen neuen Mann in Ihrem Leben?

Ja, er lebt auch in Rom. Er ist bekannt, aber ich verrate seinen Namen nicht. Nur so viel: Es ist kein Fußballtrainer.

Interview: Ulrike von Bülow/Elisabeth Reuter