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Royals: "Auf Twitter war er schon drei Mal tot" - wie Todesgerüchte um Prinz Philip das Netz narrten

Ja, er lebt noch: Todesgerüchte um Prinz Philip, den Ehemann von Königin Elisabeth II., versetzten am Wochenende das Netz in Aufregung. Sie stellten sich als Fake-News heraus - die indirekt von Medienhäusern befeuert wurden.

Die Queen sei empört. Das berichtet die britische Tageszeitung "The Sun" unter Berufung auf Quellen im britischen Königshaus. Die Gerüchte um den Tod ihres Ehemannes Prinz Philip hätten Königin Elizabeth II. sehr verärgert, heißt es. 

Seit Freitag waren auf Twitter Gerüchte im Umlauf, der 97-Jährige sei verstorben. Viele Menschen in Großbritannien verbreiteten die Fake-News im Netz. Obwohl mehrere Journalisten, unter anderem von der renommierten britischen Tageszeitung "Times", sofort widersprachen und darum baten, die Verbreitung der falschen Todesnachricht zu stoppen, war das Gerücht nicht aufzuhalten. Ausgerechnet große Medienhäuser trugen indirekt dazu bei.

Zeitungen veröffentlichten vermehrt Prinz-Philip-Artikel

Denn viele Zeitungen und Zeitschriften reagierten auf die Gerüchte, in dem sie Artikel über den Umgang mit Philips Tod veröffentlichten. Sowohl "Mirror" als auch die "Birmingham Mail" oder der "Express" hatten in ihren Online-Auftritten plötzlich Artikel mit der Überschrift "Was passiert, wenn Prinz Philip stirbt?" im Angebot.

Viele Twitter-User sahen das als Indiz dafür, dass die professionellen Medienhäuser bereits über die Todesnachricht informiert seien, aber eine entsprechende Nachrichtensperre nicht brechen wollten. Vermutlich kamen die Online-Seiten aber nur dem vermehrten Suchaufkommen nach den Begriffen "Prinz Philip" und "tot" nach und veröffentlichten Artikel, die das Thema aufgriffen.

BBC-Moderatoren angeblich in Schwarz

Es wird noch absurder. Auch die Kleiderwahl bei der BBC trug zur Verbreitung des Gerüchts bei. Der britische Sender würde die Todesnachricht laut königlichen Protokoll zuerst veröffentlichen. "Die BBC-Moderatoren tragen heute Schwarz", schrieb ein Twitter-User und verkaufte dies als absolut sicheres Indiz dafür, dass eine Verkündung unmittelbar bevor stünde. 

Doch Prinz Philip lebt. Der 97-Jährige erholt sich von seiner Hüftoperation auf Schloss Sandringham, während die Queen am Wochenende nach Balmoral aufgebrochen ist. Allein der Umstand, dass die Königin am Freitag ihre Reise zu ihrer Sommerfrische nach Schottland antrat, hätte eigentlich reichen müssen, um sämtliche Gerüchte über den angeblichen Tod Philips zu stoppen. Inzwischen nehmen Twitter-User sich selbst aufs Korn: "Ich bin schon so lange auf Twitter - bei mir war Prinz Philip schon drei Mal tot."

mai