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WINONA RYDER: Bewährungs-Strafe statt Gefängnis?

Ihr drohen bis zu drei Jahre Haft, doch die wegen Diebstahls verurteilte US-Schauspielerin Winona Ryder wird wahrscheinlich mit einer Bewährungs-Strafe davonkommen.

Hollywoodstar Winona Ryder wird wahrscheinlich um eine Gefängnisstrafe herumkommen. Die wegen Ladendiebstahls und Vandalismus verurteilte US-Schauspielerin soll auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine dreijährige Bewährungsstrafe erhalten. Knapp einen Monat nach dem Schuldspruch einer Jury in Beverly Hills gab Staatsanwältin Ann Rundle am Dienstag ihre Empfehlung bekannt. An diesem Freitag will Richter Elden Fox das Strafmaß festsetzen. Nach kalifornischen Recht könnte Ryder bis zu drei Jahre Haft erhalten.

Drogenberatung statt Gefängnis

Rundle empfahl dem Richter, die 31-jährige Schauspielerin zu einer Drogenentzugs- und Psychotherapie zu verpflichten. Die Staatsanwaltschaft fordert auch die Ableistung von 480 Stunden Sozialdienst sowie eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Dollar (etwa 20 000 Euro) und die Zahlung einer Entschädigung an das Kaufhaus Saks Fifth Avenue.

Waren im Wert von 5500 Dollar geklaut

Die Schauspielerin war im Dezember vergangenen Jahres in dem Nobelkaufhaus verhaftet worden. Sicherheitsbeamte fanden in den Einkaufstüten der Schauspielern unbezahlte Waren im Wert von über 5500 Dollar. Nach US-Medienberichten wurden auch acht verschiedene Medikamente, darunter das starke Schlafmittel Valium, gefunden. Ryder soll sich die verschreibungspflichtigen Arzneimittel teilweise unter Benutzung eines anderen Namens verschafft haben. Die Staatsanwaltschaft fordert deshalb auch eine richterliche Anordnung, wonach die Schauspielerin nur ihren Künstlernamen Ryder oder ihren Mädchennamen Horowitz benutzen darf.

Winona sieht sich als Opfer

In dem einwöchigen Prozess war der Hollywoodstar von Kaufhausdetektiven schwer belastet worden. Eine Angestellte sagte aus, Ryder in einer Umkleidekabine beim Abschneiden von Sicherheitsetiketten beobachtet zu haben. Ryders Anwalt Mark Geragos stellte den Fall als Missverständnis und seine Mandantin als Opfer von übereifrigen Sicherheitsleuten dar. Der Hollywoodstar hatte in allen Anklagepunkten auf »nicht schuldig« plädiert. Ryders Sprecherin sagte dem US-Sender CNN, dass die Schauspielerin zahlreiche Filmangebote erhalten habe, über die sie nach Bekanntgabe des Strafmaßes entscheiden werde.