Miley Cyrus' neuer Bondage-Clip Wenn der Skandal zur Norm wird


Sex, Skandal, Miley Cyrus - die US-Sängerin liebt es, mit ihren Inszenierungen zu provozieren. So auch in ihrem neuen Video. In "Tongue Tied" greift sie dafür in die Sadomaso-Trickkiste.
Von Linda Richter

Sie reitet nackt auf einer Abrissbirne, postet Fotos ihres Dildos und gibt sich dabei aufklärerisch. Ganz klar - Provokation und Sex stehen auf Miley Cyrus' Agenda ganz oben. Und die Ideen gehen der 21-Jährigen nicht aus. Diesmal hat sie in die Sadomaso-Trickkiste gegriffen.

In ihrem neuen Video "Tongue Tied" widmet sich die Pop-Sängerin dem Thema Bondage und Latex. Der zweiminütige Clip von Filmemacher Quentin Jones bildet den Auftakt zur aktuellen "Bangerz"-Tour der Sängerin. Der Song "Stockholm Syndrome" von 30's feat. Zoe sorgt dafür, dass das Spiel mit dem Tabu auch im Text nicht zu kurz kommt.

Während Cyrus in Netzstrumpfhosen und mit abgeklebten Nippeln ihren Körper mit schwarzem Öl einreibt, singt eine Frauenstimme: "Du hast mich gefangen, ich bin deine Geisel". "Drück mich nach unten, so dass es mir schwer fällt zu atmen" heisst es in dem Teil des Videos, in dem sich ein schwarzes Latexband um Cyrus Hals windet. Ein Kunstvideo, das sicher nichts für prüde Gemüter ist.

Der Aufschrei beibt aus

Doch ist es auch der Stoff für einen neuen Skandal? Wohl kaum. Das Netz hat sich längst an Cyrus' Provokationen gewöhnt. Das Online-Magazin "Mashable" würdigt das Video als Bondage-Kunstprojekt. In der "Guardian Liberty Voice" erläutert Amiya Moretta, wie Cyrus in ihrem Video die Doppemoral über weibliche Sexualität aufs Korn nimmt. Kein medialer Aufschrei, dafür Raum für Diskussion.

Dass Aufklärung der Marke Miley Cyrus auch in Zukunft im Fokus der Medien bleibt, daran arbeiten sie und ihr Team unermüdlich. Auch dann, wenn die Sängerin selbst das Krankenbett hüten muss. Vor zwei Wochen erlitt Cyrus einen Allergie-Schock, nachdem sie Antibiotika genommen hatte. Der Start ihrer Tour in Europa verschob sich dadurch. Der neue Clip dürfte die eingefleischten Fans aber über die Verzögerung hinwegtrösten.

Linda Richter

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