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Mailänder Modeschauen: Italiens Modebranche steht Kopf

Giorgio Armani, Versace, Prada und Gucci: Auf den Mailänder Modeschauen zeigen 250 Designer, was Frau in der Herbst/Wintersaison 2003/04 trägt. Den Anfang machen die kleinen Mode-Labels.

Mit den Präsentationen der japanischen Jeans-Marke Evisu und des italienischen Modehauses Luciano Soprani haben die Mailänder Modenschauen für die Saison Herbst/Winter 2003-04 begonnen. Bis zum 4. März stellen knapp 250 Designer und Firmen ihre aktuellen Damenkollektionen auf der Milano Moda Donna vor.

Große Namen zum Schluss

Allein rund 100 aufwendig inszenierte Defilees stehen dabei auf dem Programm. Das Gros der Teilnehmer kommt wie immer aus Italien selbst. Angeführt von Giorgio Armani, Versace, Prada und Gucci will die einheimische Branche ihre kreative Stärke demonstrieren. Bevor jedoch die großen Namen ab der zweiten Wochenhälfte ihren Auftritt haben, fährt an den kommenden Tagen erst die zweite Garnitur auf.

Andere Designer schicken zunächst ihre jünger ausgerichteten Zweitlinien ins Rennen. Drei deutsche Modemarken führen das kleine ausländische Kontingent an. Strenesse-Gabriele-Strehle kehrt nach einer Pause in der vergangenen Saison zurück und zeigt ebenso am Sonntag wie die seit 1999 zum italienischen Konzern Prada gehörende Linie Jil Sander. Am Dienstag feiert Aigner sein Mailänder Laufsteg- Debüt.

"Aigner" zahlt den Preis der Debütanten

Mit dem frühen Termin, an dem kaum internationale Journalisten vor Ort sein werden, zahlt das traditionsreiche Münchner Unternehmen den Preis der Debütanten. Denn Italiens Modekammer, die Camera Nazionale della Moda Italiana, erstellt den Schauen-Kalender nach strengen Hierarchien "Wir fangen bescheiden mit einer kleinen Show an und wollen uns dann von Jahr zu Jahr steigern", gibt Aigner- Kreativdirektor Johann Stockhammer die Zielsetzung vor.