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Maries Modelcheck: Backstage, Front Row und Vitamin K: So lief es auf der Berliner Fashion Week ab

Kaia Gerbers Bruder, Wiz Khalifa, Sharing is Caring und zehn Outfit-Wechsel am Tag. Der zweite Teil der Berliner Fashion Week ist eine rasante Fahrt auf dem Designer-Einhorn durch den Mode- und Promizirkus.

Von Marie von den Benken

Backstage, Front Row und Vitamin K: So läuft es auf der Berliner Fashion Week ab

Catwalk bei der Berliner Fashion Week im E-Werk (Berlin Mitte)

Getty Images

Unberührt von der Hektik im Backstage-Bereich des E-Werks in Berlin Mitte - wo in der offiziellen Show-Location der #MBFW bis zu 80 Models, 40 Stylisten, mehrere Dresser, unzählige Fotografen, TV-Teams und natürlich auch Designer am Rande des Nervenzusammenbruchs so kurz vor ihren Défilés durcheinander laufen -, warten vor dem Veranstaltungsgelände bei 35 Grad junge Fans auf ihre Idole. Jede ankommende Limousine wird mit Vorfreude beäugt, denn sie könnte den nächsten Promi ausspucken, der dann abfotografiert oder sogar zu einem Fan-Selfie überredet werden kann. Am höchsten im Kurs liegt Stefanie Giesinger, die als offizielles Gesicht der #MBFW an mehreren Tagen vor Ort ist. Man hofft aber auch auf GNTM-Kandidatinnen und vielleicht sogar Lena Meyer-Landrut. Meyer-Landrut allerdings schwänzt diese Fashion Week. Die statt dessen über den (schwarzen) roten Teppich entlangschreitenden Rebecca Mir oder Giovanni Zarrella können die Enttäuschung der Mädchen nicht final lindern.

Ein Königreich für einen Backstage-Pass

Begehrter als Ex-Popstars-Kandidaten und ProSieben-Moderatorinnen sind die camouflage-grünen All-Area-Pässe. Mit so einem um ihren Hals erhalten VIPs, Sponsoren, Models und Special Guests der Fashion Week Zugang zum Sehnsuchtsort der Fangemeinde. Es wird getuschelt, einige Pässe würden bereits bei eBay zum Verkauf angeboten werden. Für das Budget der Fans aber offensichtlich unerreichbar. So bleibt es ein frommer Wunsch, ein mal einen Fuß ins Heiligtum der Modemesse zu setzen. 

Viel Zeit für schlechte Laune bleibt aber nicht, denn der Mittwoch startet mit dem österreichischen Label Sportalm Kitzbühel. In der Front Row sitze ich neben Bachelor Leonard Freier. Wir kennen uns schon länger und er verrät mir, dass die Models auf dem Laufsteg nicht so sein Geschmack sind: "Die könntest Du mir nackt auf den Bauch binden." So wünscht man sich einen kürzlich verheirateten Mann. Charmant ist er aber dennoch. Während die sportlich-eleganten Entwürfe des österreichischen Traditionshauses über den Runway schweben, raunt er mir zu, dass er hofft, in der nächsten Saison mich auf dem Laufsteg zu sehen. Eine Catwalk-Queen war ich eigentlich nie, dafür bin ich auch etwas zu klein, aber wenn ihr seine Meinung teilt, schreibt gerne eine Mail mit dem Betreff "Ich möchte Marie von den Benken auf dem Laufsteg sehen!" an sportalm@sportalm.at.

Sharing is Caring

Die aktuelle Kollektion von Sportalm ist übrigens echt schön. Gemeinsam mit Topmodel und Teilzeit-Klempnerin Sandra Hunke habe ich einige der Outfits während der Fashion Week stilgerecht im Hotel Adlon shooten können.

Sandra kennt ihr sicher noch, ich hatte vor einiger Zeit bereits über ihren ungewöhnlichen Karriere-Spagat zwischen Fashion Week und verstopften Klos berichtet. In der Front Row treffe ich endlich auch auf Katrin Wrobel.

Keine Fashion Week in Berlin ist komplett, ohne die ehemalige Miss Germany. Sie ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man sich in der Fashion-Welt, in der es vornehmlich um Kontakte geht, gegenseitig pushen kann. In einer Branche, in der letztendlich die meisten doch nur für sich alleine kämpfen, ist das selten geworden. Katrin aber ist da anders. Sie schleppt mich mit zu Events, zu denen ich gar nicht eingeladen bin und stellt mir neue Promi-Fotografen vor, die (aus unerklärlichen Gründen, ich weiß), den Namen Marie von den Benken zum ersten Mal hören.

Fashion Girl Power

Ich mache sie dafür mit dem Chef von La Biosthétique Paris oder Designern wie der wunderbaren Lana Mueller bekannt, deren Kleider für mich wieder eines der Highlights dieser Fashion Week waren. Bei der Show zu ihrer Kollektion "Windrose" sitze ich in der Front Row neben Franziska Knuppe, die erstmals in der Öffentlichkeit ihre zauberhafte zehnjährige Tochter Mathilda im Schlepptau hat. Ich bin sehr glücklich, in diesem durchaus manchmal einsamen Geschäft einige Menschen zu kennen, die ihr Kontaktnetzwerk eben auch als Netzwerk betrachten und nicht als den Tower von London. Diese Saison sind wieder ganz grandiose Exemplare dazu gekommen. Etwa die entzückende Schauspielerin Sarah Alles, die wunderbare Alexandra Lapp oder Anna-Janina Dreikosen, die die PR für das Schmucklabel Pandora verantwortet.

Vitamin K - Kontakte

Insgesamt, um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern, sind für Models, Promis und auch Influencer letztendlich diese Kontakte der wichtigste Baustein für eine aussichtsreiche Entwicklung in der Fashion-Welt. PR-Chefs entscheiden darüber, welche Gesichter zu ihren Marken passen und mit wem sie Kooperationen eingehen möchten. Designer überlegen sich, wer besonders zu ihrem Style und ihrer Philosophie passt. Bei der gigantischen Flut an Models und Influencern braucht man da dringend den direkten Kontakt, um nicht in der Anfrage-Lawine unterzugehen, die auf die Entscheider der Fashion-Branche einprasselt.

Mögen einen die Designer, sitzt man in den Front Rows und trägt die spektakulären Entwürfe der neuen Kollektionen. So bringt man seine Wertschätzung den Designern gegenüber zum Ausdruck, wird aber umgekehrt auch wieder mehr von den Promi- und Streetfotografen wahrgenommen. Das schafft Reichweite und Wahrnehmung, vor allem für den Designer. 

Alles ist ein Geben und Nehmen. Eine Win-Win-Situation, wenn man so möchte. So darf ich während dieser Fashion Week beispielsweise in grandiosen Outfits von der Front Row aus die Kollektionen von Marc Cain, Irene Luft, Lena Hoschek, Rebekka Ruétz, Riani, Lana Mueller, Michael Michalsky oder Anja Gockel sehen, generiere Content für verschiedenste Kanäle und werde hundertfach abfotografiert, was wiederum Sichtbarkeit für das Label erzeugt. Bei Marina Hoermanseder dagegen sitze ich weit ab der Front Row auf dem Oberrang und trage Givenchy. Man kann nicht von jedem Designer geliebt werden. Die Kollektion, auf der Runway Show abgeschlossen von ihrem Final Girl Luisa Hartema, ist trotzdem toll.

Zehn Outfits pro Tag

Eine besondere Herausforderung für uns geladene Gäste ist es natürlich, die bis zu 10 Termine (Shows, Events, Parties) am Tag entsprechend mit den passenden Outfits zu bestreiten. Das bedeutet bis zu 10 mal umziehen in 24 Stunden. Den Satz "das hattest Du doch gestern bei Hugo auch schon an" möchte man eher nicht hören. 10 Outfitwechsel bedeutet auch, 10 mal den Gesamtlook checken.

Zwar gibt es den Shuttle-Service, aber jedes mal ins Hotel und zurück, das schafft man bei meistens maximal einer Stunde zwischen den Terminen niemals. Und so sind die Damentoiletten während der Modewoche halbe Beauty-Salons. Gott sei Dank habe ich mich in die Herzen des offiziellen #MBFW Beauty-Partners La Biosthétique Paris gespielt und kann so glücklicherweise im Backstage-Bereich internationalen Top-Stylisten wie dem New Yorker Steffen Zoll, dem Australier Theo Dimitri oder Alex von Trentini einfach so lange auf die Nerven gehen, bis sie mich bei Toni Garrn und Isabeli Fontana mal eben dazwischenschieben.

Stichwort Models. Meine Entdeckung der Fashion Week ist Tilda März. Sie war zu Recht in Heavy Rotation auf dem Laufsteg und lief für sehr viele Designer. Spontan konnte ich sie dazu überreden, ihren weitestgehend brachliegenden Instagram-Account wieder zu nutzen, so dass wir noch sehr viel von ihr hören werden.

Twinfluencer bei Hugo

Das mit viel Vorfreude erwartete Comeback von Hugo erstürmte dann am Donnerstagabend die Herzen der Fashionwelt. Auf ihrer gigantischen 90er-Rave-Laser-Performance-Show im Motorenwerk in Weissensee lief unter anderem Presley Gerber, der Bruder des aktuell wohl begehrtesten internationalen Models Kaia Gerber

@hugo_official #HUGOxBERLIN #iamhugo

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Die Geschwister sind auf dem besten Weg, ihrer Mutter, dem Supermodel der Vorgeneration, Cindy Crawford, den Rang auf dem Catwalk (Achtung!) abzulaufen. Presley hat auf Instagram über 700.000 Follower, Kaia mehr als 3,6 Millionen. Wären sie Zwillinge, würde man wohl von Twinfluencern sprechen.

Die direkt in eine wilde Aftershow-Party mit Live-Performance von Wiz Khalifa mündende Show zog eine Vielzahl von Protagonisten der Berliner Fashion Week Haute-Volée an. 

Das breite Promi-Spektrum bei Hugo reichte von Sami Slimani über Eva Padberg, Jochen Schropp und Sara Nuru bis hin zu Marina the Moss, mit der ich am Catwalk eine sehr interessante Unterhaltung über das neue, unfreiwillige Lieblingsthema der Influencer-Szene führen konnte: Werbekennzeichnungen und Abmahnungen. Ihr Satz "Vreni Frost kämpft für uns alle!" steht exemplarisch für den mehr als überfälligen Kampf gegen die scharf kritisierte Vorgehensweise des äußerst umstrittenen "Verband Sozialer Wettbewerb", den auch Cathy Hummels aufgenommen hat. 

Diesem Vorgehen muss schnellstmöglich auf vernünftige juristische Art und Weise Einhalt geboten werden. Das ist aber ein anderes, sehr wichtiges Thema, das ich demnächst etwas genauer beleuchten werde.

Zunächst widme ich mich aber noch dem Finale der Fashion Week. Dem Berliner Salon und der Michalsky StyleNite. Ich habe ein paar Worte mit eurem Lieblings-"GNTM"-Juror über seine neue Kollektion "Dream Again" und den Modestandort Deutschland sprechen können. Dazu mehr in Kürze hier!

Bis dahin: Alles Liebe, Eure Marie

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.