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Mode-Trend: Personalisierte Mode: Je individueller und exklusiver, desto besser?

Carrie Bradshaw machte es in "Sex and the City" schon vor und trug ihre "Carrie"-Kette rauf und runter. Und auch jetzt ist personalisierte Mode wieder angesagt: egal ob bei Schmuck, Schuhen oder Bekleidung.

Armband, Bluse und Schuhe zum Gestalten

Egal ob bei Schmuck, Schuhen oder Mode: Der persönliche Touch ist aktuell wieder total angesagt.

Auf dem roten Teppich gilt es als Fauxpas, wenn zwei Schauspielerinnen mit demselben Kleid gesichtet werden. Und auch im Alltag möchte man nicht unbedingt an jeder Zweiten die Jacke sehen, die man auch gerade trägt. Daher ist personalisierte Mode wieder voll im Trend: Denn die gibt es nicht so oft und ist auf den Kunden ganz allein zugeschnitten. Für die Einzigartigkeit zahlen Kunden zwar oft einen hohen Preis, aber das Angebot an individueller Mode wird tatsächlich immer größer.

Individualisierte Schuhe bestellen

Bei Nike (NikeID) oder auch Adidas (miadidas) ist es bereits ein "alter Schuh", dass man sich seine Treter nach seinen Wünschen gestalten kann. Seit vielen Jahren ist es dem Kunden möglich, sich online Farbe, Muster oder Schnürsenkel des Schuhs nach eigenen Wünschen zusammenzustellen und auch Initialen oder Namen aufbringen zu lassen. Natürlich gegen eine Zuzahlung. Das Verfahren wurde immer weiter optimiert und der Prozess hat an Schnelligkeit gewonnen. Auch in der Luxus-Branche ist der Trend des Selbst-Gestaltens angekommen, zum Beispiel bei Ermenegildo Zegna: Der neue "My Cesare"-Sneaker kann in seiner Farbgestaltung ganz individuell gewählt werden – und das finden auch Promis wie Daniel Brühl super.

Daniel Brühl in seinen selbst gestalteten Schuhen

Daniel Brühl zeigt sich in seinen selbst gestalteten Sneakern

Der Klassiker: Schmuck mit Namen oder Initialen

Auch bei Schmuckstücken ist es angesagt, sie auf den Träger anpassen zu lassen. Heute nicht mehr nur mit Gravuren auf Uhren oder Ringen, sondern deutlich prominenter. Aktuell besonders angesagt: goldene Ketten mit großen Initialen. Die neue "Carrie"-Kette sozusagen. Auch Armbänder werden nach Belieben zusammenstellt, um den eigenen Stil zu repräsentieren: Farbe, Steine, Gravuren, Buchstaben können bei vielen Labels schon selbst ausgewählt werden.

Armband von Paul Hewitt

Auch das angesagte Uhren- und Schmucklabel Paul Hewitt bietet seit kurzem Personalisierungen an.

Kleidung personalisieren

Aber nicht nur Schuhe oder Accessoires sollen an den Träger angepasst sein. Auch die Bekleidung darf heute gern ganz individuell sein, zum Beispiel mit den Initialen darauf oder mit selbst gewählten Stickereien oder Mustern. Manche Anbieter erlauben es dem Kunden gar, sich komplett selbst eine Jacke oder ein anderes Kleidungsstück nach eigenen Wünschen zusammenzustellen – natürlich gegen die entsprechende Zuzahlung. Für das ganz eigene It-Piece ist es das einigen Kunden aber wert.

Personalisierungen in der Luxusmode

Große Designer- und Luxusmarken bieten ihren Kunden ebenfalls maßgeschneiderte Produkte und sogar eine vollständige Individualisierung. Vom Kunden entworfene Luxusmode, die natürlich einen hohen Preis hat. Etwa bei Ray-Ban, Dior, Burberry, Longchamp, Coccinelle und Jimmy Choo kann man schon seine eigenen Luxusartikel gestalten. 

Besonders an den Kunden angepasst sollen aber nicht nur Kleidungsstücke, sondern auch das digitale Shoppingerlebnis sein: 2013 wurde eine Plattform für personalisierte Größenempfehlungen für die Bekleidungs- und Schuhindustrie entwickelt: "EyeFitU". Die Plattform arbeitet mit mehr als 60 globalen Partnern wie der Yoox-Net-a-Porter Group, Amazon oder Asos zusammen. Durch EyeFitU sollen die Retourenquoten sinken, eine personalisierte Shoppingerfahrung angeboten und mehr Spaß ins Einkaufserlebnis gebracht werden. Und es gilt mittlerweile schließlich: Je mehr das Kleidungsstück zur eigenen Person passt, desto besser. 

Der Nachteil der personalisierten Mode

Nachteil des "Customizings": Personalisierte Ware wird erst angefertigt, nachdem der Kunde bezahlt hat und muss dann oft aufwendig individuell gefertigt werden. Das bedeutet natürlich deutlich längere Lieferzeiten und hohe Preise. In der Welt der günstigeren Fast Fashion ist es derzeit noch nicht überall möglich, individuelle Wünsche zu erfüllen. Branchenexperten sagen aber voraus, dass das Vorgehen für personalisierte Stücke in den nächsten ein bis zwei Jahren fortschrittlicher wird. Marken könnten ihren Konsumenten dann durch fortschrittliche Technologien ein noch personalisierteres Einkaufserlebnis bieten. Und dass sich der Trend der individuellen Mode halten wird, scheint derzeit sehr wahrscheinlich.

Verwendete Quelle: Showroom