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Prêt-à-Porter in Paris: Raffinesse im Arbeiterstil

Latzhosen waren der heimliche Schocker bei den Modeschauen in Paris. Aber zum Glück präsentierten Designer wie Christophe Decarnin und Issey Miyake auch Tragbares. Weiblichkeit kam dabei nicht zu kurz.

Engelhafte Unschuld und chinesische Diskretion herrschten am zweiten Tag der Pariser Prêt-á-Porter-Schauen für das Frühjahr und den Sommer 2007. So steckte Frankie Xie als erster Chinese die Mannequins in kurze, weite Latzhosen, zu denen fein gestreifte Leggings getragen werden. Weniger schülerhaft wirken seine Bustierkleider und die extrem weit geschnittenen Hosen, zu denen weiße Seidenjacken getragen werden. Die Mode des 46-jährigen Designers, der für die Marke "Jefen" arbeitet, lässt nur sehr diskret chinesische Einflüsse erkennen, die sich überwiegend auf Stoffe und Stickereien beschränken.

Auch ein Rücken kann entzücken

Für Balmain entwarf Christophe Decarnin eine Garderobe, die auf den ersten Blick streng wirkt, aber viel Sinnlichkeit versteckt. Während herrlich drapierte Kleider von vorne durch den Stehkragen äußerst sittsam wirken, gibt der raffiniert dekolletierte Rücken tiefe Einblicke frei. Elegant und verführerisch sind auch die Minikleider mit nur einem Träger.

Auf dem diesjährigen Programm der zehntägigen Damenmodeschauen stehen neben großen Namen wie Jean-Paul Gaultier, Valentino, Issey Miyake, Christian Dior und Chanel auch wieder Designer, die nach mehrjähriger Unterbrechung an die Seine zurückkommen. Mehr als drei Jahrzehnte ließ der amerikanische Couturier Stephen Burrows verstreichen, der zuletzt 1973 in Paris zu sehen war, nach einjährigem Aussetzen mischt auch Karl Lagerfeld wieder mit.

DPA / DPA
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