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stern-Gespräch mit Paul Smith "Lance Armstrong ist kein wahrer Radfahrer"

Er ist Designer - aber erst ein tragischer Unfall lenkte ihn auf diesen Berufsweg. Warum das Radfahren eine zentrale Rolle im Leben von Paul Smith spielt, erzählte er dem stern.

Als er zwölf Jahre alt war verliebte sich Paul Smith ins Radfahren, beinahe wäre er Profi-Rennradfahrer geworden. "Ich fuhr täglich mehrere hundert Kilometer. Mein Rennrad stand sogar nachts neben meinem Bett", verrät der Designer in der aktuellen Ausgabe des stern.

Im Alter von 17 Jahren hatte Smith einen Unfall. Er stieß im Training mit einem Auto zusammen, brach sich mehrere Knochen und lag monatelang im Krankenhaus. "Ich habe im Krankenhaus auf der Unfallstation Leute sterben sehen. In dieser Zeit wurde ich erwachsen", sagt Smith über diese Zeit.

Mode für Radfahrer

Heute ist er einer der erfolgreichsten Modedesigner und froh darüber, dass alles anders kam. Mittlerweile verbindet er seine Leidenschaft für Mode und Radfahren und entwirft unter anderem Kleidung für Radfahrer.

Auf die Profi-Radfahrszene blickt er kritisch. Die Doping-Skandale und vor allem die Wahrheit über Lance Armstrong waren für ihn wie ein Todesstoß. "Ein wahrer Rennfahrer würde auch die Rennen im eigenen Land und die Klassiker fahren. Lance Armstrong ging es immer nur um die Tour de France, immer nur ums Gewinnen", sagt Smith dem stern.

Privat ist er immer noch begeisterter Radler. Am allerliebsten fährt er allein.

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