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Der Schauspieler im Interview: "Absolut widerlich": Til Schweiger über Sexismus und seine politischen Ambitionen

Er nimmt nur selten ein Blatt vor den Mund: In einem Interview hat sich Til Schweiger zur Weinstein-Debatte geäußert und über seine Pläne für die Politik gesprochen. Daneben verriet der Schauspieler auch ein spannendes Detail über das anstehende US-Remake von "Honig im Kopf".

Til Schweiger

Til Schweiger hat sich zur Weinstein-Debatte geäußert.

Harvey Weinstein, Kevin Spacey, Dustin Hoffman: Die Filmbranche sorgte in den vergangenen Monaten vor allem mit Enthüllungen über Sexismus für Schlagzeilen. Inzwischen hat die Debatte auch Deutschland erreicht. In einem Artikel des "Zeit"-Magazins erheben mehrere Schauspielerinnen schwere Vorwürfe gegen Dieter Wedel - was dieser vehement bestreitet.

Im Interview mit der "Frankfurter Neuen Presse" hat sich nun auch Til Schweiger zu der Debatte geäußert. "Ich habe von sexuellen Übergriffen noch nie etwas mitbekommen, was nicht heißt, dass es solche Dinge in Deutschland nicht gibt oder gegeben hat", sagte Schweiger der Tageszeitung. Diese Problematik gebe es allerdings nicht nur im Filmbereich, sondern "überall, wo einige wenige Mächtige sich anmaßen, über andere Menschen zu verfügen". Es gehe dabei oft gar nicht um Sex, sondern um Erniedrigung eines anderen. "Absolut widerlich und erschütternd!", so die Einschätzung des 54-Jährigen.

Til Schweiger und die Politik

In dem Gespräch äußerte sich der Schauspieler und Regisseur auch zu seinen möglichen politischen Ambitionen. In den USA traf Schweiger kürzlich mit Arnold Schwarzenegger zusammen, der nach seiner Schauspiel-Karriere in die Politik ging. Für den gebürtigen Hessen ist das jedoch kein Modell: "Je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto weniger glaube ich, dass Politiker viel verändern können", sagte er. Politik werde von Interessenverbänden gemacht, ein Politiker kämpfe deshalb wie gegen Windmühlen. Für sich selbst sieht der Vater von vier Kindern in diesem Kosmos keinen Platz: "Als kleiner Gerechtigkeitsfanatiker, der ich bin, würde mich das zur Verzweiflung bringen." Er wolle lieber Politik in seinem eigenen Umfeld machen.

In dem Gespräch verriet Schweiger auch Details über das anstehende US-Remake von "Honig im Kopf". So wird Michael Douglas entgegen der Planung nun doch nicht mitwirken. Ursprünglich sollte der 73-jährige Oscar-Preisträger die Rolle des an Alzheimer erkranken Opas spielen, die im Original Dieter Hallervorden verkörpert hatte. Einen Grund für die Umbesetzung nannte Schweiger nicht. Auch sein Management wollte sich auf Anfrage des stern nicht weiter äußern.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.