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Wo bleiben die Manieren?: Einladung zur Dinnerparty: Zehn Tipps für Gast und Gastgeber

Ein langer Tisch, viele Freunde, gutes Essen – was kann da schon schiefgehen? So einiges. In unserem Knigge-Update verraten wir, wie ihr solche Abende problemlos übersteht  – als Gast oder Gastgeber.

Von Ferdinand Dyck

Frauen sitzen und stehen um Tisch und trinken Wein

Beim Gäste einladen kann einiges schieflaufen – als Gast oder Gastgaber (Symbolbild)

Unsplash

1. Der gute Wille zählt

Guter Wille hilft immer, auch in der Küche, nur reicht er nicht aus, schon gar nicht in der Küche. Wer Lasagne servieren möchte, muss wissen, wie Béchamel-Sauce geht. Zur Not gibt‘s eben "Spaghetti Alliollio". Zum Kochvermögen: Jeder, wie er kann. Und wer nicht kann, der nicht.

2. Wenn es an der Tür klingelt

Kein Entkommen, es klingelt. Hallo, wie schön! Kommt rein, zieht die Schuhe bitte aus – stopp! Denn: Die Schuhe bleiben an. Schließlich lädst du deine Freunde auch nicht zu einem Picknick im Park, ganz ungezwungen, und dann, bevor es losgeht, bittest du alle, die Hosen auszuziehen. Weil es sonst so schrecklich fusselt und die gute Decke sich abnutzt. Solltest du Angst ums Olivenholzparkett haben, leg einen Teppich ins Esszimmer – oder lade gleich zum Griechen.

3. Die richtigen Teller

Spargel essen, der auf beiden Seiten vom Teller hängt, ist eine Erniedrigung, nicht nur für den Spargel. Ausstattung vom Flohmarkt, alles individuell und so, ist ja nett. Aber ein paar große weiße Teller von Ikea zu kaufen, tut auch keinem weh. Und ja, es stimmt, in Italien kriegt man den Wein auf dem Land im Wasserglas serviert. Aber bist du dir sicher, dass in die Dinger da nicht eigentlich Teelichter gehören?

4. Die Unterhaltung 

"Hallo, ich bin der Jörg…". Konversation mit Fremden ist unserer Biologie nach widernatürlich. Wir misstrauen ihnen und hatten dazu die längste Zeit unserer Geschichte guten Grund. Zur Sitzordnung: Alternativen schaffen, auch vertraute Gesichter anbieten. Zur Gästewahl: Keine zweite Chance. Wer kommunikativ versagt, wird nicht mehr eingeladen.

5. Regeln müssen sein

Die 68er haben die Gesellschaft liberalisiert und den trockenen Rotwein in Deutschland massentauglich gemacht. Was das Abendessen angeht, ist nur Letzteres als Errungenschaft zu begreifen. Von Gastgebern ist Kommandobereitschaft gefordert, denn ohne straffe äußere Führung ist jeder Gast verloren. Sag: "Die Jacken hier an den Haken", "Bitte jetzt setzen", "Nein, Jörg, ich brauche keine Hilfe", und vor allem: "Die Schuhe bleiben an, an, an!"

6. Die Gäste 

Und jetzt zu den Gästen: "Sag mal, da ist aber schon Mandelsahne in Pannacotta, oder …?" Wer an Zöliakie leidet, darf kein Gluten essen, sonst fängt sein Darm an zu bluten. Wer auf Erdnüsse allergisch reagiert, kann an ihnen sterben. Das nehmen wir ernst, wirklich. Aber nicht jede Modekrankheit muss am Tisch erwähnt werden, auch wenn sie gerade fast so angesagt ist wie Schwitzyoga oder Mom Jeans.

7. Die Gesprächsthemen

Wobei dein Job leider auch nicht zum Gesprächsthema Nummer eins taugt. Halt es lieber wie Hans Klenk: Musst du nicht kennen, aber der Mann gründete 1928 die erste deutsche Toilettenpapierfabrik, meldete als erster eine 1000-Blatt-Rolle Klopapier zum Patent an. Und jetzt rate mal, worüber er beim Abendessen sicher nicht geredet hat. Auch dein Startup ist, jedenfalls rein thematisch gesehen, für‘n Arsch. Such dir ein Hobby oder lies dir was über Fußball oder über die Vereinten Nationen an.

8. Langeweile

Zur Serviette sagte man früher in Deutschland mal Mundtuch. Was man nicht sagte: Handtuch, Schweißtuch, Schneuztuch und Ich-origami-mir-einen-Schwan-Tuch. Wenn dir also langweilig ist und deine Hände nervös zucken: Lass die Daumen kreisen. Oder spiel Schere-Stein-Papier. Das nervt deine Mitmenschen weniger als Kerzenwachsfummeln oder Bierflaschen-Etiketten-Falten.

9. Bloß keine guten Ratschläge geben

"Wenn mir der Lachs anbrennt, nehme ich ja immer ein bisschen Zitrone …" Das ist schrecklich interessant, Jörg, dich hat aber niemand gefragt. Ich weiß, dass der Lachs etwas angebrannt ist, da müssen wir jetzt durch. Zum gut gemeinten Rat: Er verbietet sich. Immer.

10. Der Alkohol

"Habt ihr Schnaps da…?" Es gibt Menschen, die können mit Alkohol umgehen, und es gibt Menschen, die in ihm ersaufen. Erstrebenswert ist die Mischung, deshalb gilt es, das eigene Trinkverhalten an den Zustand der Abendrunde anzupassen. Fehlt es ihr an Pep, trink ruhig drei, vier Klare und rette, was zu retten ist. Hilft auch das nicht, rette dich selbst und spüle den Abend beim Griechen um die Ecke runter.

Dieser Artikel ist erstmals in der NEON-Ausgabe 07/2017 erschienen.

Veganer Burger

heft/gho
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(