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Integrations-Debatte "Unfassbar": Wie AfD-Anhänger "Aber" von Eko Fresh zu ihren Zwecken nutzen

Eko Fresh
Eko Fresh ist ein deutscher Rapper mit türkisch-kurdischer Abstammung
© Tilman Jentzsch/CITYPRESS24/ / Picture Alliance
Eigentlich wollte Eko Fresh mit seinem Song "Aber" vor allem eines sagen: Wir müssen miteinander kommunizieren, denn jede Debatte hat mehrere Seiten. Doch nun haben sich Rechtspopulisten an seiner Musik bedient und sie völlig aus dem Zusammenhang gerissen.

Mit seinem neuen Song "Aber" hat Eko Fresh mitten ins Schwarze getroffen. Über dreieinhalb Millionen Menschen haben sich bereits angehört, was der Rapper zu den Themen Integration, Mesut Özil, Erdogan und Rechtsruck in Deutschland zu sagen hat. 

Das Video bringt die Debatte aus der Sicht dreier Hauptakteure auf den Punkt: die eines AfD-Wählers, die eines Deutsch-Türken mit starken Erdogan-Sympathien und schließlich die eines Deutsch-Türken mit deutscher Staatsbürgerschaft, der sich zwischen den Stühlen sieht.

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Mit klaren, teilweise sehr harten, Aussagen, scheint er vor allem eins sagen zu wollen: Wir müssen miteinander reden.

Doch nun wollen einige Menschen den Song aus dem Zusammenhang reißen und für ihre eigenen Zwecke nutzen. Ausgerechnet AfD-Anhänger haben sich die erste Strophe des Songs, also die aus der Sicht eines AfD-Wählers, geschnappt und sie vom Rest getrennt. Und als braunes Sahnehäubchen haben sie noch ein Logo der Partei ans Ende gehängt. Dieses Video wird nun offenbar unter Anhängern der rechtspopulistischen Partei geteilt. Auch Eko Fresh wurde darauf aufmerksam und meldete sich auf Facebook zu Wort.

Eko Fresh klärt auf Facebook auf

"Da sieht man mal, wie authentisch die genannten Argumente in meinem Text sind, wenn die AfD-Anhänger diese schon als Eigenwerbung benutzen wollen", schreibt der Rapper da. Dass man die Strophe so aus dem Zusammenhang gerissen habe, finde er "unfassbar". Außerdem weist er noch einmal darauf hin, dass es sich bei dem jungen Mann, der da so mit Parolen um sich schmeißt, natürlich um einen Schauspieler handele.

Auf Facebook bekommt er neben dem üblichen Hate auch viel Zuspruch. Ein User kommentiert: "Kaum kommt endlich mal was Produktives zu dem Thema, schon kommt irgendeine vertrottelte Extremistenbande, die es ausnutzt. So langsam ist es echt zum Kotzen."

Die Idee zu dem Video basierte übrigens auf ähnlichen Videos des amerikanischen Musikers Joyner Lucas ("I'm not racist") und des deutschen Rappers Al-Gear ("Integration").  

Der Rapper Eko Fresh schaut mit leicht zugekniffenen Augen und schräg gelegtem Kopf in die Kamera
jgs

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