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Nach Bauhaus-Absage: So lief das umstrittene Konzert von Feine Sahne Fischfilet in Dessau

Sie lassen sich das Singen nicht verbieten: Nachdem die Bauhaus-Stiftung in Dessau einen Auftritt von Feine Sahne Fischfilet auf der historischen Bühne absagte, spielte die Band an anderer Stelle in der Stadt – vor deutlich größerem Publikum.

Feine Sahne Fischfilet

Feine Sahne Fischfilet bei ihrem Konzert in der Alten Brauerei in Dessau

Nach einigen Kontroversen, zwischenzeitlicher Absage und vielen Diskussionen hat die Rostocker Punkband Feine Sahne Fischfilet ("Wut im Bauch Trauer im Herzen") am Dienstagabend endlich ihr vielbeachtetes Konzert in Dessau ohne größere Zwischenfälle gespielt. Vor rund 600 Fans performte die streitbare Gruppe jedoch nicht wie ursprünglich geplant im Bauhaus Dessau, sondern im Kesselhaus einer alten Brauerei.

Unter die Gäste mischten sich neben den herkömmlichen Besuchern auch zwei Spitzenpolitiker. Zum einen wurde laut Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" Ex-Umweltminister Jürgen Trittin gesichtet, aber auch die amtierende Umweltministerin aus Sachsen-Anhalt, Claudia Dalbert, ließ sich das Konzert nicht entgehen. Ursprünglich lud das ZDF die Band um Frontmann Jan "Monchi" Gorkow zu dem geplanten Stelldichein in Dessau ein und wollte den Auftritt im Bauhaus vor nur 120 Gästen als Mitschnitt senden.

Feine Sahne Fischfilet: Stimmung gegen die Band

Allerdings hatte die Stiftung Bauhaus das Konzert der Band überraschend abgesagt, mit der Begründung, ihr Konzertsaal solle nicht "Austragungsort politischer Agitation und Aggression werden". Zuvor wurde von rechten Gruppierungen Stimmung gegen den geplanten Auftritt der Band gemacht, man befürchtete massive Demonstrationen.

Feine Sahne Fischfilet verorten sich klar im politisch linken Spektrum und wurden 2011 im Verfassungsschutzbericht des Landes Mecklenburg-Vorpommern erwähnt. Die Gruppe muss sich seitdem immer wieder mit massiver Kritik auseinandersetzen.

SpotOnNews