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Statement zur Seenotrettung: "Nerviges Linksgesülze": Fans attackieren Marteria wegen Facebook-Aufruf

Rap-Star Marteria sorgt mit einem Posting für Aufsehen, mit dem er ein Zeichen "für Seenotrettung und ein humanes Europa" setzt. Das gefällt seiner Community nicht.

ist bekannt dafür, dass er keine Angst hat, sich politisch zu positionieren – davon zeugen viele seiner Lyrics, aber auch Freundschaften, die er zu Künstlern wie Feine Sahne Fischfilet oder den Toten Hosen pflegt. Das aktuelle Posting, das der weit gereiste Rostocker über seine Social-Media-Kanäle verbreitet, dürfte also niemanden verwundern, der sich mit seinem Werk ein bisschen befasst. Trotzdem machen zahlreiche Fans in den Kommentaren ihrem Unmut Luft.

Das Foto zeigt den 35-Jährigen in Rettungsweste, wie er ein Schild mit der Aufschrift #TogetherForRescue in die Kamera hält – einer Kampagne, die auch von anderen Stars wie Jan Delay oder Joy Denalane unterstützt wird. "Ich bin an Bord bei SOS MEDITERRANEE, weil die #Aquarius wieder Leben rettet", heißt es in Marterias Caption. Und weiter: "Für Seenotrettung und ein humanes Europa. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen! Alle oder keiner!"

"Alle oder keiner!" – "Dann lieber keiner!"

"Dann lieber keiner!", lautet noch einer der harmloseren Kommentare unter dem Post. Viele Fans zeigen sich stattdessen reichlich empört und spammen die Spalte mit abgedroschenen Verschwörungstheorien à la: "Traurig, dass du Organisationen unterstützt, welche die Arbeit der Schlepperbanden in Afrika durch den Transport nach maßgeblich unterstützen."

Andere bieten gleich ihre bereits gekauften Konzertkarten zum Verkauf an oder sehen jetzt den richtigen Zeitpunkt, den Rapper endgültig zu entfolgen. Er sei ja ein toller Musiker, schreibt eine Userin, aber "dieses Linksgesülze geht mir auf die Nerven".

Marteria: "Underdogs, Aliens, Elfenbeinelefanten"

Natürlich gibt es aber auch Kommentare, in denen Marteria für seine humanitäre Message gefeiert wird. Viele bedanken sich für die starke Aktion, einer schreibt zum Beispiel: "Weiter so und nicht vom Mob unterkriegen lassen!" Er solle die abfälligen Kommentare einfach ignorieren, so ein anderer Kommentar: "Alle, die deine Musik genau hören wissen, dass du immer für die Underdogs, Aliens und Elfenbeinelefanten warst!" Eine Kommentatorin freut sich dagegen vor allem darüber, dass sich die Marteria-Fanbase gerade selber aussortiere: "Es wird sauber im Ostseestadion."

Der Rapper Eko Fresh schaut mit leicht zugekniffenen Augen und schräg gelegtem Kopf in die Kamera
tim