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Bilal Hassani: "Schande für Frankreich": ESC-Kandidat wird attackiert, weil er schwul ist

Bilal Hassani soll im Mai für Frankreich beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv antreten. Doch das gefällt nicht allen. Der homosexuelle 19-jährige Sänger wird im Netz angefeindet – und er geht dagegen vor.

ESC-Kandidat Bilal Hassani wird attackiert, weil er schwul ist

Bilal Hassani tritt für Frankreich im Mai in Tel Aviv beim ESC an

Picture Alliance

Während in Deutschland noch völlig offen ist, wer beim Eurovision Song Contest am 18. Mai in Tel Aviv, Israel, antritt, hat Frankreich bereits entschieden: Bilal Hassani. Der 19-jährige Bilal Hassani aus Paris mit marokkanischen Wurzeln gewann am vergangenen Samstag den Vorentscheid mit seinem Lied "ROI". Für den jungen Sänger, der aus einer muslimischen Familie stammt, ist das eine besondere Ehre, wie er in einem Interview verriet: "Ich bin sehr stolz darauf, mein Land zu vertreten."

Allerdings scheint es nicht allen Franzosen zu passen, dass ausgerechnet er sie vertritt. Seit Tagen äußern sie deshalb ihren Unmut über die sozialen Netzwerke. Sie nennen ihn eine "Schande für Frankreich", einen "Araber mit Perücke" und einen "Pädophilen". Es ist eine Welle des Hasses, die sich gegen den Sänger gebildet hat. Ihr Ziel ist es, ihn platt zu machen, damit er bloß nicht antritt. Der Grund: Bilal Hassani ist homosexuell. Auch, dass er als Moslem in Israel auftreten möchte, sorgt bei manchen für Ärger. Hassini erhielt sogar Morddrohungen. 

Bilal Hassanis Anwalt erstattet Anzeige

Die französische Bürgerrechts-Organisation "Urgence Homophobie" sprach deshalb nun von einer "halluzinatorischen Welle" von Hass. Sie kündigte an, gegen die Beschimpfungen juristisch vorzugehen. Einer der Anwälte von Hassani soll genau das gemacht haben, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Wegen "Beleidigung, Aufruf zum Hass und zur Gewalt sowie homophoben Drohungen" soll er sich an die Strafverfolgungsbehörden gewandt haben.

Mittlerweile solidarisierten sich aber auch zahlreiche Menschen mit dem französischen Sänger. Einer der Moderatoren des diesjährigen ESC schrieb bei Twitter: "Ich weiß, wie es sich anfühlt, von vielen geliebt zu werden und von denjenigen abgelehnt zu werden, die noch in der Dunkelheit sind. Bleib stark!"

Und Hassani? Der lässt sich trotz der ganzen Anfeindungen nicht einschüchtern. In einem Interview sagte er jetzt: "Ich bin hundert Prozent ich selbst – trotz all der Leute, die mir im Internet sagen, dass ich nicht für Frankreich stehe."

Frankreichs ESC-Kandidat – ein Hauch von Conchita

Ohnehin scheint es dem jungen Sänger an Selbstbewusstsein nicht zu fehlen. In einem Interview mit der Musikzeitschrift "Billboard" verriet er, dass er im Alter von zehn Jahren einen möglichen Vertrag mit einem Platten-Label "wegen künstlerischer Differenzen" abgelehnt habe. "Sie wollten, dass ich zu so einer Art 'Justin Bieber 2.0' werde. Ich glaube, dass das durchaus cool sein kann, aber für mich ist das einfach nichts", so Hassani.

Seiner Karriere hat die Absage trotzdem nicht geschadet. Ganz im Gegenteil: In den sozialen Netzwerken ist er schon jetzt äußerst erfolgreich. Auf Instagram hat er mehr als 381.000 Follower, bei Twitter 122.000 und seinen Youtube-Kanal haben sogar knapp 800.000 Fans abonniert.  Hassani ist bei seinen öffentlichen Auftritten oft geschminkt, trägt platinblonde Haare und eine Nickelbrille.

Laut dem Bayerischen Rundfunk ist die österreichische ESC-Siegerin Conchita sein Vorbild. Wenn er es jetzt noch am 18. Mai ihr gleichtun würde, wäre es die perfekte Antwort auf den derzeitigen Hass gegen seine Person.

ESC-Boykott: Probleme mit Conchita Wurst: Türkei stellt Eurovision-Ultimatum

Quellen: Billboard / BR / Youtube / AFP

rpw
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(