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Fußball-WM: Jubelpose von US-Spielerin Megan Rapinoe wird zum Anti-Trump-Meme

Megan Rapinoe ist der Star im US-Frauenfußballteam. Am Freitagabend schoss die 33-Jährige zwei Tore im Spiel gegen Frankreich. Ihr Torjubel wurde danach zum Twitter-Meme – und erinnert an ein bekanntes Vorbild.

Frau bei Fußball jubelt

US-Spielführerin Megan Rapinoe beim Jubel nach ihrem ersten Tor gegen Gastgeber Frankreich. Mit insgesamt zwei Toren schoss die 33-Jährige ihr Team mit diesem Sieg ins Halbfinale.

Picture Alliance

Seit seinem Bestehen ist das Frauenfußballteam der USA bei jeder Weltmeisterschaft unter die letzten Drei gekommen – und auch in diesem Jahr stehen die Chancen gut. Nicht zuletzt Dank Superstar Megan Rapinoe: Die Spielführerin schoss ihr Team am Freitagabend mit zwei Toren gegen Gastgeber Frankreich ins Halbfinale des Turniers. Nach ihrem ersten Tor in der fünften Minute, rannte die Spielerin mit den markanten lila Haaren zur Eckfahne und ließ sich mit erhobenen Armen feiern.

Eine Pose, die ein bisschen an Russel Crow im Film "Gladiator" erinnert, der die Zuschauer nach dem Kampf im Kolosseum fragt "Gefällt es euch nicht"? Gefallen tut das Bild vor allem den Twitter-Usern – denn Megan Rapinoe sorgte vor kurzem mit ihren harten Worten gegen US-Präsident Trump für Aufsehen. In einem Interview vor der WM hatte Rapinoe gesagt, sie werde nicht "ins fucking Weiße Haus" gehen, wenn ihr Team gewinne. Eigentlich ist es Tradition, dass der Präsident erfolgreiche Sportler und Teams ins Weiße Haus einlädt. Präsident Trump reagierte auf Rapinoes Äußerung mit einem erbosten Tweet: Sie solle still sein und spielen.

Im Video: Die Co-Kapitänin der US-Fußballnationalmannschaft sagte, sie wolle nicht ins Weiße Haus, sollte sie nach der Weltmeisterschaft eingeladen werden. Präsident Trump reagierte auf Twitter.

Grund genug für die Twitter-Community, Trumps vermeintliche Reaktionen auf den erneuten Erfolg der Spielerin zu sammeln.

"Wie sehr hassen Sie den aktuellen Präsidenten?"

Und auch Trumps Vorliebe für alternative Meldungen griffen die User auf:


Aber auch für alltägliche Probleme lässt sich die Geste verwenden:  "Wenn nur noch zehn Mails in deinem Postfach hast"

Oder im Vergleich mit anderen Posen:

Nach ihrem Sieg sprachen Reporter die Spielerin auf ihren Zwist mit Trump an. Ihr Kommentar – sie lasse sich nicht demotivieren. "Mich motivieren Menschen, die mich mögen und für die gleichen Dinge kämpfen. Daraus schöpfe ich mehr Energie als aus dem Versuch, jemandem das Gegenteil zu beweisen. Das zehrt an dir." Sie legt ihren Fokus lieber auf andere Themen. Denn Rapinoe setzt sich für die Rechte der LGBTQ-Community ein; 2013 bekannte sie sich offen zu ihrer Homosexualität. Es sei schön, "während des Pride-Monats bei der Weltmeisterschaft homosexuell und fabelhaft zu sein", sagte sie daher im Interview nach dem Spiel.

Und auch, wenn das US-Team wohl mit oder ohne Sieg nicht mehr ins Weiße Hause eingeladen wird, können die Spielerinnen bald in der Politik vorbeischauen: US-Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez, ebenfalls Shooting-Star, lud Rapinoe und ihr Team ins US-Repräsentantenhaus ein.

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