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Interview mit CNN: Weltmeisterin Megan Rapinoe legt gegen Donald Trump nach: "Sie müssen es besser machen"

Megan Rapinoe hat mit den Fußball-Frauen der USA den WM-Titel geholt und sich ganz nebenbei auch noch mit Donald Trump angelegt. In einem Interview mit CNN hat die 34-Jährige nun mit einer direkten Botschaft an den US-Präsidenten nachgelegt. 

Megan Rapinoe feiert den WM-Titel mit den USA

Megan Rapinoe feiert den WM-Titel mit den USA

Getty Images

Am vergangenen Sonntag feierte Megan Rapinoe mit den Fußball-Frauen der USA den Weltmeister-Titel. Die Stürmerin durfte nicht nur den WM-Pokal in Händen halten, auch die Auszeichnungen als beste Spielerin und beste Torschützin des Turniers sicherte sich Rapinoe. Damit hatte die 34-Jährige eindrucksvoll auf ihren Schlagabtausch mit US-Präsident Donald Trump reagiert. Rapinoe hatte in einem Interview mit dem Magazin "Eight by Eight" erklärt, dass sie im Falle des Titelgewinns nicht ins Weiße Haus gehen würde. Dem Präsidenten gefielen diese Aussagen natürlich nicht und er feuerte zurück, dass Rapinoe "erst mal gewinnen, dann reden" sollte. Der Teil mit dem Gewinnen war erledigt, am Dienstag folgte der Teil mit dem Reden in einem exklusiven Interview mit US-Sender CNN.

Im Video: Streit zwischen US-Fußballerinnen und Trump geht in die nächste Runde 

Rapinoe nutzte ihren Auftritt bei CNN-Moderator Anderson Cooper, um eine weitere Nachricht an Trump zu schicken. "Ihre Botschaft schließt Menschen aus. Sie schließen mich aus, Sie schließen Menschen aus, die aussehen wie ich, Sie schließen people of color aus, Sie schließen Amerikaner aus, die Sie vielleicht unterstützen könnten."

Megan Rapinoe: Kritk an Donald Trumps Wahlslogan

Die gebürtige Kalifornierin, die sich in den USA für gleiche Bezahlung von Männern und Frauen und die Rechte der LGBTQ-Bewegung (Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual and Queer, also lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell und queer, Anm.d.Red.) einsetzt, kritisierte auch Trumps Wahlslogan "Make America Great Again" (dt. "Macht Amerika wieder großartig"): "Sie besinnen sich auf eine Ära, die nicht für alle großartig war - es hätte für ein paar Menschen großartig sein können, und vielleicht ist Amerika auch gerade großartig für ein paar Menschen, aber für genügend Amerikaner auf dieser Welt ist es nicht großartig."

"Als Befehlshaber dieses Landes haben Sie eine unglaubliche Verantwortung, sich um jeden einzelnen Menschen zu kümmern, und Sie müssen es für alle besser machen", führte Rapinoe ihre Botschaft an Trump weiter aus. 

Rapinoe lehnt Besuch im Weißen Haus weiterhin ab

Als Rapinoe vom CNN-Moderator auf ihre bisherigen Äußerungen gegenüber Trump angesprochen wurde, erklärte sie nur, dass sie ihre Kraftausdrücke bedauere, nicht aber ihre Entscheidung, nicht ins Weiße Haus zu gehen. "Ich würde nicht gehen, und jede Teamkollegin, mit der ich gesprochen habe, würde auch nicht gehen." Sie ergänzte, dass es für sie keinen Sinn ergeben würde, dem Weißen Haus zu erlauben, "uns zur Schau zu stellen". "Es gibt so viele Menschen, mit denen ich lieber sprechen und sinnvolle Gespräche führen möchte, die wirklich eine Veränderung bewirken könnten in Washington, als ins Weiße Haus zu gehen." 

Die Einladung der demokratischen Abgeordenten Alexandria Ocasio-Cortez, Senator Chuck Schumer und Nancy Pelosi, der Sprecherin des Repräsentantenhauses, habe das Team hingegen gerne angenommen. "Also Ja zu AOC, Ja zu Nancy Pelosi, Ja zum überparteilichen Kongress, Ja zu Chuck Schumer -  Ja zu jedem anderen, der uns einladen und ein echtes  bedeutendes Gespräch führen möchte und der an die gleichen Dinge glaubt, an die wir glauben."

Auf Donald Trumps Twitter-Account waren bisher keine Kommentare zu dem Interview von Rapinoe zu lesen.

Quelle: "CNN"

vit