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Frauen-Fußball: Fox News will den WM-Erfolg der USA feiern – hat aber nicht mit der Reaktion der Fans gerechnet

Donald Trumps Lieblingssender will aus einer Sportsbar in Lyon über jubelnde Fans nach dem WM-Triumph der US-Frauen berichten. Der Reporter wird von den aufkommenden Gesängen allerdings völlig überrascht – und kann die Situation auch nicht mehr retten.

Wenn US-Präsident Donald Trump seinen Lieblingssender Fox News einschaltet, kann er sich zu allermeist sicher sein, dass die Berichterstattung wohlwollend ihm gegenüber ausfällt. Der Nachrichtensender hat noch jede Unwahrheit des Präsidenten vernachlässigt, dafür Fehler seiner demokratischen Kontrahenten gerne ausgeschlachtet. Umso mehr dürften sich die Zuschauer gewundert haben, als sie eine Live-Schalte von Fox News mit Reporter Greg Palkot nach dem WM-Triumph der Fußball-Frauen aus den USA gesehen haben. 

Angeführt von Megan Rapinoe haben die US-Fußballerinnen das Finale in Frankreich mit 2:0 gegen die Niederlande gewonnen. Es war nach 1991, 1999 und 2015 der vierte WM-Titel für die USA. Vor 57.900 Zuschauern erzielten Rapinoe und Rose Lavelle die Treffer zum letztlich verdienten Erfolg. 

Die unangefochtene Nummer eins: Die US-Frauen haben sich den Titel zum vierten Mal gesichert

Fox News will live jubelnde USA-Fans zeigen

Auch für Fox News Grund genug, vom Erfolg der USA von vor Ort zu berichten. Reporter Greg Palkot sendete live aus einer Sportsbar in Lyon, dem Endspielort, um die Stimmung und die jubelnden Zuschauer im Hintergrund einzufangen. Mit dem dann aufkommenden Gesang hatte Palkot wohl nicht gerechnet. "Fuck Trump! Fuck Trump!", skandierte die Menge im Chor. 

Wie "deadspin.com" berichtete, versuchte der Fox-Reporter noch, die Situation in den Griff zu bekommen, indem er einen Fußball-Fan interviewte. Das verschlimmerte die Situation allerdings weiter. Der Befragte ging gar nicht auf die sportliche Frage ein, sondern schrie ins Mikrofon: "Jetzt müssen wir 2020 gewinnen. US-Demokraten! Wir müssen den Rassisten aus dem Weißen Haus bekommen." Palkot wusste sich nach diesen Aussagen auch nicht mehr zu helfen und beendete seinen Beitrag mit den Worten: "Sie sind sehr glücklich. Es war auch eine politische Sache."

US-Fußballerin Rapinoe läuft schreiend über den Fußballplatz.

Auch mit den US-Fußballerinnen war es während des Turniers zu Unstimmigkeiten mit Donald Trump gekommen. Megan Rapinoe hatte in einem Interview mit dem Magazin "Eight by Eight" erklärt, dass sie im Falle des Titelgewinns nicht ins Weiße Haus gehen würde. Dem Präsidenten gefielen diese Aussagen natürlich nicht und er feuerte zurück, dass Rapinoe "erst mal gewinnen, dann reden" sollte. Das hat die 34-Jährige nun erledigt. 

Quellen: "Twitter Sara Pearl"; "deadspin.com"

vit

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