Die Arbeitslosenquote ging im Vergleich zum Oktober um 0,1 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent zurück. Im Vergleich zu November 2024 stieg sie aber um 0,2 Prozentpunkte, wie die BA mitteilte. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Vorjahresvergleich um 111.000.
Auch Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) erklärte, die Unternehmen in Deutschland stünden "noch immer vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen". Das mache sich nach wie vor am Arbeitsmarkt bemerkbar.
Positiv sei die weitere Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung - im September wurde "sogar ein Rekord verzeichnet". Laut BA hatten 35,23 Millionen Menschen einen sozialversicherungspflichtigen Job, das waren 12.000 mehr als im August und auch 12.000 mehr als im September 2024.
Bas sagte, "auch in Zukunft muss es unser Ziel sein, mehr Menschen in Arbeit zu bringen". Deswegen werde die Regierung die Anreize für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit weiter stärken und die Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften erleichtern.
Ohne die Beschäftigung ausländischer Staatsangehöriger würde die Zahl der Beschäftigten in Deutschland schon seit längerem sinken, erklärte das Arbeitsministerium. Im September waren demnach 5,97 Millionen Ausländer in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 267.000 mehr als im Vorjahr.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften allerdings sinkt. Im November waren 624.000 offene Stellen bei der BA gemeldet, das waren 44.000 weniger als vor einem Jahr. Der Arbeitsmarktexperte der KfW, Martin Müller, erklärte, der demografisch bedingte Fachkräftemangel bereite vielen Unternehmen dennoch Probleme: "Dies zeigt sich an den Vakanzzeiten für offene Stellen. Im Schnitt dauerte es im Oktober 161 Tage, bis ein Betrieb eine offene Stelle bei der BA wieder abmeldete. Im Oktober 2010 waren es nur 56 Tage."
Darauf wies erneut auch Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hin: "Trotz schwachem Arbeitsmarkt finden zwei von drei Unternehmen keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber, um offene Stellen zu besetzen", erklärte er. Jedes zweite Unternehmen mit Rekrutierungsproblemen sehe den Bezug von Sozialleistungen als zu attraktiv. Dulger forderte die Regierung auf, den Sozialstaat so auszurichten, "dass Arbeit und Eigeninitiative sich wieder auszahlen". Die Bürgergeldreform dürfe nur der Anfang sein, weitere Reformen müssten folgen.