Außergerichtliche Einigung: Kevin Spacey entgeht Missbrauchsprozess in London

US-Schauspieler Kevin Spacey
US-Schauspieler Kevin Spacey
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US-Schauspieler Kevin Spacey entgeht durch außergerichtliche Einigungen einem Zivilprozess wegen sexueller Übergriffe in Großbritannien. Spacey habe sich außergerichtlich mit drei Männern geeinigt, berichtete am Mittwochabend die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf eine Richteranordnung zur Einstellung des Verfahrens. Ursprünglich hätte in den drei Fällen im Oktober der Prozess gegen Spacey eröffnet werden sollen. Der 66-Jährige hat stets seine Unschuld beteuert.

"Im gegenseitigen Einvernehmen werden alle weiteren Verfahren gegen den Beklagten in diesen Angelegenheiten ausgesetzt", hieß es in dem Richterspruch. Die zwischen den drei Männern und Spacey vereinbarten Bedingungen des außergerichtlichen Vergleichs - vor allem mögliche finanzielle Abmachungen - wurden nicht genannt.

Der Hollywoodstar war 2023 in einem von vier Männern angestrengten Strafprozess in London vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen worden. Zwei von ihnen reichten danach aber eine Zivilklage gegen ihn ein. Hinzu kam der britische Schauspieler Ruari Cannon, der dem Oscar-Preisträger ebenfalls sexuelle Übergriffe vorwarf. Es ging um mutmaßliche Taten zwischen 2004 und 2015, als Spacey künstlerischer Leiter am Londoner Theater Old Vic war.

Spacey war mit Filmen wie "Die üblichen Verdächtigen" und "American Beauty" bekannt geworden, für die er mit einem Oscar als bester Neben- beziehungsweise bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Der Hollywood-Star, der auch in der Serie "House of Cards" die Hauptrolle spielte, zählt zu einer Reihe von Stars, darunter Bill Cosby und R. Kelly, die sich im Zuge der #MeToo-Bewegung gegen sexualisierte Gewalt vor Gericht verantworten mussten.

AFP