Starmer steht seit Tagen massiv unter Druck, weil er den früheren Labour-Minister Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den USA ernannt hatte - obwohl Starmer wusste, dass Mandelson nach Epsteins Verurteilung 2008 weiterhin Kontakt zu dem Sexualstraftäter hielt. Mandelson wird vorgeworfen, vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben und Geld von ihm angenommen zu haben.
Die Opposition, aber auch Mitglieder seiner eigenen Labour-Partei forderten deshalb Starmers Rücktritt. Sarwar ist der bisher ranghöchste Labour-Vertreter, der Starmer zum Rücktritt aufforderte.
Starmer lehnt einen Rücktritt ab und entschuldigte sich bei den Opfern Epsteins für die Ernennung Mandelsons. "Der Premierminister konzentriert sich auf seine Aufgaben", bekräftigte Starmers Sprecher am Montag. Starmer selbst sagte nach Angaben aus Regierungskreisen vor Beschäftigten in der Downing Street, er mache mit "Zuversicht" weiter. Nach dem Rücktritt seines Kabinettschefs Morgan McSweeney am Sonntag hatte zuvor auch sein Kommunikationschef Tim Allan seinen Rücktritt eingereicht.