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Eurozone prüft Hilfen von 100 Milliarden Euro für Madrid


Die Eurozone prüft nach Angaben aus EU-Kreisen, Spanien für seine Banken Hilfen von bis zu 100 Milliarden Euro zu gewähren.

Die Eurozone prüft nach Angaben aus EU-Kreisen, Spanien für seine Banken Hilfen von bis zu 100 Milliarden Euro zu gewähren. Einen Beschluss hierüber gebe es aber noch nicht, sagte ein ranghoher EU-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP zu Beginn der Telefonkonferenz der Euro-Finanzminister. Die Eurozone rechne "jederzeit" mit einem Antrag Madrids, hieß es am Samstag aus den europäischen Regierungskreisen.

Spanien wäre nach Griechenland, Irland und Portugal das vierte Land, das Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds erhalten würde. Anders als diese Staaten könnte Spanien aber einen Plan "nach Maß" erhalten, der nur den Bankensektor betrifft.

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) brauchen die spanischen Banken Finanzhilfen in Höhe von mindestens 40 Milliarden Euro. Allerdings sei der Wert nur die untere Grenze des Finanzbedarfs, teilte der IWF mit. Häufig sei das 1,5- bis Zweifache notwendig, um Geldhäuser krisenfest zu machen. Der schwedische Regierungschef Fredrik Reinfeldt sagte dem öffentlich-rechtlichen Radiosender SVT, zur Debatte stehe ein Rettungspaket von "mehr als 80 Milliarden Euro".

Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker mahnte im Deutschlandradio Kultur zu schnellem Handeln. Unter den EFSF müsse Spanien aber aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte den Dortmunder "Ruhr Nachrichten", es liege "an Spanien zu entscheiden, was richtig ist". Bundesbank-Präsident Jens Weidmann empfahl Spanien eine Inanspruchnahme von Hilfen.

AFP AFP

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