Als erster Künstler bei einer Super-Bowl-Halbzeitshow sang Bad Bunny durchgehend auf Spanisch. US-Präsident Donald Trump kritisierte dies vorab und auch im Nachhinein scharf. Viele Trump-Anhänger riefen zum Boykott des Bad-Bunny-Auftritts auf.
Die Halbzeitshow des 31 Jahre alten Musikers war eine Hommage an seine Heimat, das US-Territorium Puerto Rico, sowie an die Vielfalt Amerikas. Sie enthielt jedoch keine direkte Kritik an der Regierung Trump.
Eine Woche zuvor hatte Bad Bunny seine Auszeichnung bei den Grammy-Musikpreisen für eine Botschaft gegen die US-Einwanderungspolizei ICE genutzt. Während seiner derzeitigen Welttournee lässt er die USA aus - was er damit begründete, dass ICE während seiner Konzerte Razzien ausführen könnte.
Der Super Bowl, also das Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga NFL, ist traditionell das Ereignis mit den meisten Fernsehzuschauern in den USA. Das Spiel Anfang der Woche schauten sich laut Nielsen-Insitut im Schnitt 124,9 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten an. Die Seattle Seahawks gewannen das Match im kalifornischen Santa Clara 29:13 gegen die New England Patriots.