Die Untergrenze von 20 Milliarden Dollar gelte, falls die Waffenruhe halte, welche die USA und der Iran am Mittwoch (MESZ) verkündet hatten, sagte Georgieva in ihrer Ansprache vor dem Frühjahrstreffen von IWF und Weltbank kommende Woche. "Selbst im besten Fall wird es keine saubere und geordnete Rückkehr zum vorherigen Zustand geben", sagte sie über die erwartete Ernährungskrise unter anderem im Nahen Osten und Teilen Afrikas, die Experten vor allem auf den Energiepreis- und Düngemittelschock zurückführen.
Wegen des Iran-Kriegs werde der IWF seine für Dienstag erwartete Weltwachstumsprognose nach unten korrigieren, kündigte Georgieva an. Selbst im "hoffnungsvollsten Szenario" werde das Wachstum geringer ausfallen, sagte die frühere EU-Vizekommissionspräsidentin aus Bulgarien. Hauptgründe seien die Kriegsschäden an der Infrastruktur im Nahen Osten, die Störungen der internationalen Lieferketten und ein Vertrauensverlust an den Weltmärkten
Besonders betroffen seien einkommensschwache Länder, die auf Energieimporte angewiesen seien, sagte sie weiter. "Denken Sie einmal an die pazifischen Inselstaaten am Ende einer langen Lieferkette, die sich fragen, ob nach einer so schweren Störung der Versorgung überhaupt noch Treibstoff bei ihnen ankommt", sagte Georgieva.