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Manila fordert Freilassung von UN-Beobachtern in Syrien


Die Regierung der Philippinen hat die syrischen Geiselnehmer von 21 UN-Beobachtern auf den Golan-Höhen zur Freilassung ihrer Gefangenen aufgefordert.

Die Regierung der Philippinen hat die syrischen Geiselnehmer von 21 UN-Beobachtern auf den Golan-Höhen zur Freilassung ihrer Gefangenen aufgefordert. Die 21 entführten Philippiner sollten sofort freigelassen werden, verlangte das philippinische Außenministerium. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) erteilte Waffenlieferungen der EU an die syrischen Rebellen erneut eine Absage.

Dem Ministerium zufolge laufen Verhandlungen mit den Geiselnehmern. Berichten zufolge seien die Verschleppten wohlauf. Die Rebellen behandelten ihre Geiseln gut, sagte ein Sprecher der philippinischen Armee: "Sie werden als Gäste behandelt, nicht als Feinde", betonte er. Es bestehe die Hoffnung, dass die Mitglieder der UN-Friedenstruppe UNDOF "bald" freikämen.

Bewaffnete Anhänger der syrischen Oppositionsbewegung hatten die UN-Beobachter am Mittwoch auf den Golan-Höhen in ihre Gewalt gebracht. Zu der Geiselnahme bekannte sich eine Rebellengruppe, die in Videos gegen eine angebliche Zusammenarbeit von Syriens Staatschef Baschar al-Assad und den "Zionisten" in Israel wetterte. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Geiselnahme.

Die Beobachtermission UNDOF ist seit 1974 auf den Golan-Höhen im Einsatz. Israel hatte den strategisch wichtigen Landstrich im Sechs-Tage-Krieg von 1967 besetzt, 1973 scheiterte Syrien im Jom-Kippur-Krieg mit der Rückeroberung. 1981 annektierte Israel die Golan-Höhen, der UN-Sicherheitsrat bezeichnete den Schritt aber als ungültig. Die derzeit etwa 1100 UN-Beobachter kontrollieren den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien und überwachen eine Pufferzone zwischen den besetzten Gebieten und dem syrischen Staatsgebiet.

Die Lieferung von Waffen berge stets die Gefahr eines Aufrüstungswettbewerbs, sagte Westerwelle dem Berliner "Tagesspiegel". Stattdessen hätten die EU-Außenminister die Sanktionspolitik so angepasst, dass Schutz- und Ausrüstungsgegenstände wie Schutzwesten und Minensuchgeräte an die Opposition in Syrien geliefert werden könnten.

Zu Medienberichten, wonach EU-Staaten Militärausbilder für die Rebellen schicken wollten, sagte der Minister, weder Deutschland noch die Europäische Union verfolgten solche Pläne. Der Stabschef der syrischen Rebellenarmee hatte die EU am Mittwoch zu Waffenlieferungen an die Aufständischen aufgefordert.

AFP AFP

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