Planung mutmaßlicher Gewalttat in Baden-Württemberg: Weiterer Jugendlicher in Haft

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Nach einer mutmaßlichen Verabredung zu einer Gewalttat unter Jugendlichen in Baden-Württemberg ist ein weiterer Verdächtiger in Untersuchungshaft genommen worden. Es handle sich um einen zunächst mangels dringenden Tatverdachts wieder entlassenen 15-Jährigen, teilten das Landeskriminalamt in Stuttgart und die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe am Freitag mit. Weitere Ermittlungen hätten den Verdacht inzwischen jedoch erhärtet.

Dem 15-Jährigen wird ebenso wie einem seit 22. Mai in Untersuchungshaft sitzenden weiteren Beschuldigten eine Verabredung zum Mord vorgeworfen. Ein dritter Verdächtiger war laut Ermittlern damals  wegen des Vorwurfs des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Haft genommen worden. Zwei weitere Beschuldigte, darunter der nun doch verhaftete 15-Jährige, waren nach dem Polizeizugriff vom 22. Mai auf freiem Fuß verblieben.

Details zu der mutmaßlich von den vier Verdächtigen im Alter von 14 bis 16 Jahren in Esslingen geplanten Gewalttat nannten die Ermittler auch am Freitag nicht. Nach deren Festnahme im Mai hatten sie nur erklärt, dass diese „eine schwere Straftat zum Nachteil einer weiteren Person“ geplant hätten. Bei einem Beschuldigten sie ein Schlagring gefunden worden, die Tat sei durch einen „schnellen Zugriff“ verhindert worden.

Polizei und Generalstaatsanwaltschaft waren nach eigenen Angaben bei Ermittlungen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern auf die Pläne der Verdächtigen aufmerksam geworden. Der Zugriff im Mai erfolgte demnach im direkten Umfeld mehrerer Schulen in Esslingen. Einzelheiten zu den Ermittlungen könnten wegen des Alters der jungen Verdächtigen und den laufenden Nachforschungen nicht genannt werden, hieß es damals.

Der dringende Tatverdacht gegen den 15-Jährigen ergab sich insbesondere durch die Auswertung  beschlagnahmter Mobiltelefone, wie die Ermittler am Freitag weiter mitteilten. Der Jugendliche sei am Mittwoch an seiner Wohnanschrift im Rems-Murr-Kreis vom Polizisten festgenommen worden.

AFP