Regionalwahl in Andalusien als Stimmungstest für Spaniens Regierungschef Sánchez

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez
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In der südspanischen Region Andalusien haben die Menschen am Sonntag ein neues Regionalparlament gewählt. Umfragen zufolge konnte die seit 2019 in Andalusien regierende konservative Volkspartei PP erneut mit einem deutlichen Sieg rechnen - dies wäre eine weitere Niederlage für die Sozialisten von Regierungschef Pedro Sánchez. Unklar war zuletzt, ob die PP unter Juan Manuel Moreno die absolute Mehrheit erringen kann. Die Wahl gilt als Stimmungstest für die Parlamentswahl im kommenden Jahr.

Sollte die PP die absolute Mehrheit verfehlen, könnte sie auf die Unterstützung der rechtsextremen Vox-Partei angewiesen sein. Damit könnte Andalusien dem Beispiel der Regionen Extremadura, Aragonien und Kastilien und León folgen, wo Vox nach den jüngsten Regionalwahlen mitregiert. In Andalusien hatte die Partei die PP bislang unterstützt, war jedoch nicht an der Regierung beteiligt. Die PP hat auch eine Zusammenarbeit mit Vox auf nationaler Ebene nicht ausgeschlossen.  

Die Wahlbeteiligung lag um 14.00 Uhr bei 37,2 Prozent und damit drei Prozentpunkte höher als bei der Wahl im Jahr 2022. Damals kamen die Sozialisten auf ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten in der Region. Andalusien war rund 40 Jahre lang eine Bastion der Linken. Die PP regiert dort seit 2019.

Eine erneute Wahlniederlage wäre ein harter Schlag für Sánchez. Ermittlungen gegen Familienmitglieder und ehemalige politische Verbündete des Regierungschefs wegen Korruption haben seine Popularität im Inland massiv geschwächt. International konnte er sich durch seinen Konfrontationskurs gegen US-Präsident Donald Trump und Israel profilieren.

Andalusiens Sozialisten-Chefin María Jesús Montero forderte die Bevölkerung auf, vor Schließung der Wahllokale um 20.00 Uhr zahlreich zur Wahl zu gehen. "Wir sind stets darauf bedacht, dass die Wahlbeteiligung ausreichend hoch ist", sagte Sánchez' ehemalige Finanzministerin vor Journalisten nach ihrer Stimmabgabe in Sevilla. 

PP-Chef Moreno verwies seinerseits auf die landesweiten Auswirkungen des Wahlergebnisses in Andalusien, wo fast neun Millionen Menschen leben und damit rund 18 Prozent der spanischen Bevölkerung. "Was in Andalusien geschieht, bestimmt eindeutig auch andere Dinge", sagte Moreno vor Journalisten, nachdem er in der Küstenstadt Málaga seine Stimme abgegeben hatte. 

AFP