Ein Botnetz vernetzt mit Schadsoftware infizierte Computer, Smartphones oder Router, die von Cyberkriminellen ferngesteuert werden. Die beiden nun abgeschalteten Schadprogramme stellten den Behörden zufolge aufgrund ihrer Größe und damit einhergehenden Angriffskapazität eine Bedrohung für Computersysteme und andere IT-Infrastrukturen dar.
Die Strafverfolger identifizierten zudem zwei mutmaßliche Administratoren. Auf die Beschuldigten kämen nun rechtliche Konsequenzen zu. Deren Wohnorte in Deutschland und in Kanada wurden demnach durchsucht. Umfassende Beweismittel seien beschlagnahmt worden, darunter Datenträger und Kryptowährungen im fünfstelligen Bereich.
Dem Aisuru-Botnetz wird ein Zusammenschluss aus mutmaßlich mehreren Millionen mit Schadsoftware infizierten Geräten wie beispielsweise Routern und Webcams zugerechnet. In direktem Zusammenhang damit steht den Angaben zufolge das Kimwolf-Botnetz. Auch dieses umfasse mehrere Millionen infizierte Geräte, überwiegend Android-Fernsehboxen. Dem internationalen Schlag gegen die Schadprogramme gingen mehrmonatige Ermittlungen voraus.