Nach Fraktionsangaben geht es um "die Verbreitung eines möglichen KI-Deepfakes mit sexualisierten Inhalt im Rahmen einer privaten Whatsapp-Gruppe mit Bezug zur Mitarbeiterschaft der Fraktion". Der Sachverhalt sei an die Fraktion "herangetragen" worden, hieß in der Mitteilung.
Wer die mutmaßlichen mit Künstlicher Intelligenz erzeugten falschen pornografische Darstellungen von wem erstellt und über den bekannten Chatdienst verbreitet haben soll, wurde nicht mitgeteilt. "Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten" würden keine weiteren Angaben gemacht, erklärte die Fraktion lediglich. Sie werde mit der Staatsanwaltschaft kooperieren und haben bereits Unterlagen übergeben.
"Wir nehmen die Angelegenheit sehr ernst", betonte Lechner, der auch CDU-Landeschef ist. "Bei frauenfeindlichen Denk- und Verhaltensweisen gibt es in der CDU null Toleranz." Ihm zufolge wird sich die Fraktion als eine erste Konsequenz externe Unterstützung holen, um effektivere Strukturen in Fraktion und Partei zu schaffen. Die Fraktion schaltete demnach am Dienstag die Staatsanwaltschaft ein. Im Hinblick auf die im Raum stehenden Vorwürfe gelte die Unschuldsvermutung, betonte die CDU.
Einem Medienbericht zufolge soll das Video von einem Mitarbeiter der Fraktion erstellt und geteilt worden sein. Das berichteten die "Welt" und "Business Insider" am Mittwoch. Demnach soll er inzwischen fristlos entlassen worden sein. Opfer des Deepfakes ist den Berichten zufolge eine leitende Fraktionsmitarbeiterin. Es soll sich um eine private Chatgruppe von Beschäftigten der Fraktion gehandelt haben, hieß es.