Das Wahlergebnis in Ungarn zeige, "dass unsere demokratischen Gesellschaften offensichtlich doch sehr viel widerstandsfähiger sind gegen russische Propaganda und weitere Einflussnahme von außen", betonte Merz. Der nun abgewählte langjährige ungarische Ministerpräsident Viktor Orban gilt als russlandnah und hatte in der Endphase des Wahlkampfs auch Unterstützung durch einen Besuch von US-Vizepräsident JD Vance bekommen.
Merz sagte, er sei "persönlich sehr dankbar und erleichtert", dass Magyar nun eine Zweidrittelmehrheit erzielt habe. Entscheidungen zur Ukraine würden auf EU-Ebene "jetzt leichter", sagte der Kanzler auf eine Frage zu dem durch den nun abgewählten ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban seit Monaten blockierten 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU für Kiew.
Die Ukraine ist dringend auf die EU-Mittel angewiesen. 60 der 90 Milliarden sollen laut Kiew in die Armee investiert werden, um deren Kampftüchtigkeit in den Jahren 2026 und 2027 zu gewährleisten.