Vance habe darauf geachtet, "keinen Druck auszuüben oder wirtschaftliche Drohungen auszusprechen oder Dinge zu tun, die Druck ausüben könnten", sagte Puzder weiter. Der US-Vizepräsident hatte Ungarn am Dienstag besucht und war mit dem Rechtspopulisten Orban gemeinsam bei einer Wahlkampfveranstaltung aufgetreten. Trump wurde telefonisch hinzugeschaltet und sagte wörtlich: "Ich liebe diesen Viktor." Vance seinerseits warf der EU-Kommission Einmischung in die ungarischen Wahlen vor.
Die Fidesz-Partei des seit 16 Jahren ununterbrochen regierende Orban liegt in vielen Umfragen hinter der Tisza seines konservativen Herausforderers Peter Magyar, eines früheren Parteifreunds Orbans. Auf die Frage, warum Washington sich so massiv für Orban engagiere, obwohl Magyar in vielen Punkten ähnliche Positionen wie die USA vertrete, sagte Puzder, Orbans Haltung in Fragen der Migration und traditioneller Werte sei viel näher an der des US-Präsidenten. "Trump ist der Ansicht, dass Orban ein guter Verbündeter ist", sagte der US-Botschafter.
Orbans Kabinettschef Gergely Gulyas gab derweil am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt, der staatliche Mineralölkonzern MOL werde US-Rohöl kaufen, um "die Versorgungsquellen zu diversifizieren und die Energie-Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Ungarn zu vertiefen."
Das Weiße Haus in Washington teilte mit, bei dem Geschäft handele sich um 510.000 Tonnen Rohöl im Wert von 500 Millionen Dollar. Es sei ein Fortschritt in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern nach der "historischen Reise" von Vizepräsident Vance erzielt worden.
Ungarn ist in seiner Energieversorgung weiterhin stark von Russland abhängig und unterhält ungeachtet des russischen Angriffs auf die Ukraine weiterhin enge Beziehungen zum Kreml.