Mann wirft dem ehemaligen Produzenten vor, sie im Jahr 2013 vergewaltigt zu haben, Weinstein beteuert seine Unschuld. Ein Geschworenengericht in New York hatte Weinstein im vergangenen Juni wegen sexueller Übergriffe auf die Produktionsassistentin Miriam Haley schuldig gesprochen. Im selben Prozess wurde der heute 73-Jährige vom Vorwurf eines sexuellen Übergriffs auf das Model Kaja Sokola freigesprochen. Im Fall Mann waren die Geschworenen nicht zu einer Entscheidung gekommen, sodass der Fall nun neu verhandelt werden muss.
Der einstige Hollywood-Mogul verbüßt derzeit bereits eine 16-jährige Gefängnisstrafe in Kalifornien wegen weiterer Sexualstraftaten. Mehr als 80 Frauen warfen dem Produzenten von Hollywood-Kassenschlagern wie "Pulp Fiction" und "Shakespeare in Love" Sexualstraftaten vor, nachdem die Zeitung "New York Times" und das Magazin "New Yorker" 2017 mit Enthüllungen über Weinsteins Taten die Filmbranche erschüttert hatten.
Die Artikel lösten die MeToo-Bewegung aus. Der Name Weinstein wurde weltweit zum Synonym für Männer, die ihre Machtstellung gegenüber Frauen ausnutzen.
Weinsteins Sprecher Juda Verge sagte zu dem im kommenden Monat beginnenden Prozess, Weinstein bleibe bei seiner Darstellung, dass die "Beziehung" mit Mann einvernehmlich gewesen sei und freue sich schon darauf, vor Gericht erneut Beweismittel dazu vorlegen zu können.