Dem Ministerium zufolge ist die Situation des Wals "unverändert". Am Vortag hatte Backhaus erklärt, der gestrandete Wal atme "alle vier bis fünf Minuten und gibt auch Laute von sich". Behörden und Experten sehen für den Buckelwal keine Hoffnung mehr. Es wird davon ausgegangen, dass er vor Ort stirbt. Um das Tier wurde deshalb eine 500-Meter-Sperrzone eingerichtet.
"Wir wissen, dass das wenig salzhaltige Wasser dem Tier bereits schwer geschadet hat", erklärte Backhaus. "Wir brauchen aber verlässliche Daten und die wollen wir heute gewinnen."
Der etwa zwölf bis 15 Meter lange Buckelwal irrte nach Behördenangaben seit rund vier Wochen durch die Ostsee. Am Montag vergangener Woche strandete das Tier zunächst vor der schleswig-holsteinischen Küste auf einer Sandbank. Nachdem er dort mit Baggern wieder befreit wurde, saß er seit Samstag vor Mecklenburg-Vorpommern in der Wismarer Bucht fest.
Am Montagabend hatte sich das zunehmend geschwächte und wohl auch kranke Tier nochmals aus eigener Kraft vom Meeresgrund gelöst und war für einige Stunden verschwunden, bevor es am Dienstag in die Wismarer Bucht zurückkehrte und sich vor Poel erneut auf Grund legte.