Die DR Kongo ist das Epizentrum des aktuellen Ebola-Ausbruchs. Bislang wurden 359 durch Ebola verursachte Todesfälle bestätigt, wie die WHO am Mittwoch mitteilte. Die UN-Organisation hatte wegen der Epidemie Mitte Mai eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe. Am Dienstag erklärte sie allerdings, dass die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle in der Demokratischen Republik Kongo und dem Nachbarland Uganda stark zurückgegangen sei.
Tedros bekäftigte bei seiner Pressekonferenz am Mittwoch, dass er in pauschalen Reiseverboten kein Mittel zur Bekämpfung der aktuellen Ebola-Epidemie sieht, sondern vielmehr einen Hemmschuh. „Generelle Reiseverbote, wie sie manche Länder verhängt haben, behindern die Lieferketten und die Reaktion“ zur Bekämpfung des Virus, sagte der WHO-Chef.
Seine Organisation empfehle vielmehr Kontrollen auf Flughäfen, Häfen und an Grenzen, „um das Exportieren von Fällen und Kontaktpersonen“ zu verhindern. Unter anderem die USA hatten wegen der Ebola-Epidemie ein Einreiseverbot für Nicht-US-Bürger aus der DR Kongo verhängt.
Ebola verursacht Fieber mit Blutungen und wird über Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch wird durch die Virusvariante Bundibugyo verursacht, gegen die es bislang weder eine spezifische Behandlung noch einen zugelassenen Impfstoff gibt.